Das Panorama von Bern: Schilderung der in Berns Umgebungen sichtbaren Gebirge

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L.R. Walthard, 1850 - Alps - 252 pages
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Page 225 - FUSS hohe Wand, an der nur stellenweise angestöberter Schnee sich zu halten vermag. Westlich und südwestlich senkt das Gebilde sich in •wilden Horngestalten abwärts. Bald liegen die Hörner in Trümmermasse mit furchtbaren Abgründen übereinander, bald heben einzelne mit frecher Stirn aus dem Ruin trotzig sich empor. Das Schauervolle sowohl, als das Mannigfache des Gemäldes zu vollenden, durchfurcht sich die Masse von oben bis unten mit vielen Tobeln, die im...
Page 225 - Im Herabsteigen wandeln die Firne sich in Gletscher, welche zu den Alphütten, oder hie und da gar zur bewohnten Welt herabsteigen. Vier Gräte sendet diese höchste und spitzigste Pyramide der Berneralpen aus; den Walcher und Strahleckgrat nach Nordwest und Nordost, den Rothhorn- und Oberaarhorngrat nach Südwest und Südost. Oestlich bildet das ganze Horn von der Spitze bis auf die Fläche des Finsteraarfirns eine fast ganz senkrechte 6400 FUSS hohe Wand, an der nur stellenweise angestöberter...
Page 225 - FUSS unter die Fläche des Vieschereismeeres sich ein. An der nordwestlichen Seite steigt von der höchsten Spitze des Hornes ein Riesenfirn herab, der dem Walchergrat entlang mächtig sich ausdehnt und einen Hauptarm , über den wir emporstiegen , nach dem Vieschereismeere senkt. Dieser letztere wird aber durch aufstrebende Horngebilde wieder mannigfach zertheilt; unten jedoch senken sich alle Arme, vereint, wieder ins gemeinsame Eismeer.
Page 222 - Hanse seien. Aus dem Lärchbaumwald, der vor Zeiten auf der Ebene am FUSS des Kalli gestanden haben soll, wo nun das Eis sich gelagert, macht der Verfasser einen •« Arvenwald», von dem man noch oft Stämme bemerkt habe, «die der Gletscher mit sich herabgeschoben, oder Stöcke, die abgekappt an seinem Rande auf ihrer verdorrenden Wurzel gehalten hätten.
Page 225 - ... Das Schauervolle sowohl als das Mannigfache des Gemäldes zu vollenden, durchfurcht sich die Masse von oben bis unten mit vielen Tobeln, die im Gegensalze des schwarzen Gehörns mit blendendem Firne sich füllen, der in zahllosen Gestalten so wild und vielarmig herabhängt durch die Abgründe, dass auch der Gefühllose das Ganzgemälde nur mit Furcht anstaunt. Diese ganze Formenfülle senkt endlich in einer Meereshöhe von 10,200 Fu8B (38'1 2 mètres) unter die Fläche des Vieschereismeeres sich...
Page 36 - Erderhebungen , welche ringförmig das Alpläger umgeben und in denen er die Spuren ehemaliger Stadtwälle erkennen soll. Diese Stadt soll einst unter dem besondern Schutz und der Obhut von Bergmännchen oder Zwergen gestanden sein, welche in dem Gebirge hausten, zuweilen die Stadt besuchten, den Leuten Gutes thaten und Friede und Einigkeit unter ihnen zu befestigen trachteten.
Page 216 - Größe, ausgehöhlt ist. Einst, so erzählt die Sage, hiengen der Mettenberg und der Eiger fast zusammen. Hinter ihnen lag , wo jetzt das Eismeer ist, ein gewaltiger See. Wenn seine enge Ausflußspalte sich mit Eislasten schloß, wuchs er ungeheuer an.
Page 129 - Zeit soll dort oben noch ein hübsches Dorf gestanden haben, das bis auf ein kleines Kind mit all seinen Bewohnern von dem Bergstrom vernichtet wurde.
Page 227 - Schnee ausweichen, und über Klippen emporklettern, die jedem menschlichen Wesen den Zugang zu versagen schienen , bald aber im Schnee uns gleichsam emporwühlen. Aber nichts vermochte, meinen Begleitern zu widerstehen. Mit der Gefahr wuchs auch unser Muth. Treu waren wir Alle für Einen und Einer für Alle besorgt, und erreichten endlich den hängenden Hochfirn , der wunderschön über alle Gebirge hinaus hinunter in die ebene Schweiz...
Page 54 - Hügel für einen Platz, auf welchem an den Landtagen der ältesten Helvetier die Druiden und übrigen Vorsteher des gesammten Gaues sich versammelten und die furchtbaren Menschenopfer schlachteten.

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