Das Stadttheater in Chemnitz

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GRIN Verlag, 2007 - 160 pages
Magisterarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 2.0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Kunstgeschichte Erlangen), 57 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Chemnitzer Theater (1837/8) kann man als typisches Beispiel der deutschen Theaterbaugeschichte bezeichnen. Es lässt sich gut in die Anfänge des bürgerlichen Theaterbaus einordnen. Es war zwar nicht eines der ersten, aber doch ein relativ frühes Beispiel dafür. Die Theatergeschichte in Chemnitz spiegelt einen Teil der Entwicklungsgeschichte der Stadt - von einer Kleinstadt zu einer großen Industriemetropole - wider. Sie zeigt auch, dass das Chemnitzer Bildungsbürgertum dem bereits etablierten Leipziger und Dresdner nicht nachstehen wollte und sich selbstbewusst gab. Natürlich konnte der Bau des "Actientheaters" nicht die Qualität eines höfischen Baus wie beispielsweise der kurz danach erbauten Semperoper haben, aber im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einer Actiengesellschaft wurde doch ein Gebäude geschaffen, mit dem sich die Stadt präsentieren konnte. Die Analyse des ersten Zustands zeigt, dass sich der Architekt Heinig wahrscheinlich an den Anweisungen, die der Architekturtheoretiker Stieglitz (1797) vorgab, orientierte und eventuell auch an Bauten, die er während seiner Studienzeit kennengelernt haben könnte, so z. B. das Isartortheater in München. Mit einem Umbau von 1865 versuchte man, einige Mängel, die sich schon bald zeigten, abzumildern oder zu beseitigen. So wurden sowohl an der räumlichen Aufteilung und Dekoration (großzügiges Foyer, Gestaltung des Zuschauerraumes) als auch an der technischen Ausstattung des Theaters Änderungen vorgenommen. Letztere sollten vor allem Sicherheitsmängel im Bereich der Treppen und Korridore beheben und Verbesserungen im Zuschauerraum bringen. Erneute Umbaumaßnahmen waren 1924 aufgrund der neuen baupolizeilichen Vorschriften erforderlich. Das hatte zur F
 

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Contents

Einleitung
3
Der Bau des Actientheaters 183738 durch J T Heinig
15
Vom Actientheater zum Stadttheater Umbaumaßnahmen ab 1863 geleitet
72
Der Umbau zum Schauspielhaus 192425 nach Plänen von A Linnebach
105
Der Abriß des im Krieg stark beschädigten Hauses
139
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Page 147 - Bearbeitet von der Arbeitsstelle für Kunstgeschichte bei der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin.
Page 75 - Eduard Titz und auch sein Sohn Oscar, der bereits 1887 starb, sind m. E. als Theaterarchitekten des 19. Jahrhunderts bisher viel zu wenig betrachtet worden.
Page 22 - Heinig. Ihm ist es zu verdanken, daß bereits im 19. Jahrhundert ein relativ breiter Straßenzug durch das neue Stadtviertel nach dem Stadtzentrum geführt wurde, der etwa dem Verlauf der heutigen Straße der Nationen entspricht, früher Königstraße.13 Heinig verstarb bereits im Alter von 45 Jahren.
Page 19 - H. s u. seiner Jugendgeliebten, sowie ein Rheinreisebericht Hs von 1823 an seinen Chemnitzer Schwager, Kantor August Chr. Fr. Kurzwelly...
Page 75 - Das Victoria-Theater zu Berlin Entworfen und ausgeführt von E. Titz. Gezeichnet und herausgegeben von H. Kämmerling, Berlin 1861, Das Wallner-Theater zu Berlin.
Page 19 - Hause nöthig, damit die Kutschen genug Raum haben und die Fußgänger durch dieselben nicht in Gefahr gerathen."7 Zum Architekt: Johann Traugott Heinig Johann Traugott Heinig (Abb.
Page 22 - Der stattliche Baukörper mit hohem Satteldach zeichnet sich durch seine schöne klassizistische Schmuckfassade (...) aus.
Page 53 - Erkenntnis, daß nicht minder wie durch das in ihm Gebotene ein Theater auch durch seine äußere Gestaltung als ein der Kunst geweihtes Gebäude erscheinen und auf die Gesamtheit seinen Einfluß üben müsse.

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