Das Verhältnis von Kunst und Religion

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GRIN Verlag, 2012 - 28 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Kunst - Uebergreifende Betrachtungen, Note: 1,3, Universität Erfurt (Fakultät Kunst), Veranstaltung: "Religion und Kunst//Kunst und Religion," Sprache: Deutsch, Abstract: Hermann Nitsch wurde am 29. August 1938 in Wien geboren, wo er heute auch noch lebt und arbeitet. Er gehörte als Maler und Aktionskünstler zu den Wiener Aktionisten. Deren wesentliches Merkmal war der Bruch mit der Wirklichkeit: "[W]obei unter Bild das Bild im Sinn von Tafelbild und das Bild im Sinn von Anschauung, Vorstellung und Bewu[ss]tsein davon zu verstehen ist."1 Es ging somit um einen inneren und nicht einen äußeren Bruch. D.h. die Kunst wurde zur Lebensform, weil die Sprache als Lebensform versagte2. Die Wiener Aktionisten versuchten, eine neue Kunst als Wirklichkeit zu schaffen. In dieser sollte eine möglichst enge Zusammenführung von Trieben und Intellekt stattfinden und ein dem Instinkt folgendes Handeln als Ausdruck der Freiheit gelten3. Das Problem war, dass der Prozess des Machens ein Verstehen des Gemachten verhinderte. Der Betrachter muss sich selbst überschreiten, um seinen Blick von der Empirie auf die Metaphysik zu lenken: "Nitsch strebte in seinen Aktionsdramen das Natürliche, Ent-Symbolisierte und Re-Mythisierte an"4. In dieser Richtung intensivierte er die Mittel seiner Kunst.
 

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