Das Wikipedia-Lexikon in einem Band

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Tanja Loos
wissenmedia Verlag, 2008 - 992 pages
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Ich gebe zu, ich bin mehr als nur befangen. Einer der Gründe dafür steht auf Seite 4 in diesem Einbänder, der andere unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Einb%C3%A4nder#Vorgeschichte. Soviel zum Disclaimer für diese Rezension.
Seit 2004 trug ich ein wenig schwanger mit der Idee, aus Wikipedia-Inhalten ein einbändiges Lexikon zu basteln und ja, es klingt erstmal nicht völlig naheliegend, eine internetbasierte Enzyklopädie um viele ihrer Qualitäten (Echtzeit, Verlinkung, weniger Platzprobleme, Mobilität) zu berauben. Und darum hier schon ein erster Ratschlag: Wer wirklich tief in ein Thema einsteigen will, auf dem aktuellen Stand sein möchte und möglichst viele Seiten dieses Themas beleuchten will, kommt auf keinen Fall um eine ernste Recherche herum (und hier kann unter Umständen ein Nachschlagewerk wie Wikipedia als Startpunkt hilfreich sein).
Für den Leser sollte der das einbändige Lexikon mit Wikipedia-Inhalten genauso funktionieren wie jedes andere einbändige Lexikon in diesen Tagen: Aktuelle Inhalte, auffindbar und auch in ihrer gebotenen Kürze verständlich. Ich glaube, dass das vorliegende Werk diese Aufgabe ganz hervorragend löst, insbesondere als "Erstlingswerk".
Grundlage für die Auswahl der Begriffe in diesem Einbänder sind die Abrufstatistiken der deutschsprachigen Ausgabe der Wikipedia. Diese sind übrigens öffentlich, unter http://www.dammit.lt/wikistats werden sie von einem der MediaWiki-Entwickler auf Stundenbasis bereitgestellt und beispielsweise unter http://stats.grok.se aufbereitet. Das Resultat ist eine mitunter ungewöhnliche Mischung aus der "klassischen" Sammlung von Begriffen und Personen, die man mitunter in einem anderen Nachschlagewerk findet und einer Reihe von Begriffen, die es in der jüngeren Zeit in der Presse nach oben gespült hat. Mitunter vielleicht auch beides, denn wer weiss, in wie vielen Jahren ein US-Präsident Barack Obama (oder ein US-Präsident John McCain) in einem der sonstigen Print-Nachschlagewerke auftauchen wird.
Mein zweiter Ratschlag lautet, einfach mal in einer Buchhandlung das Wikipedia-Lexikon in einem Band aufzuschlagen und ein wenig zu schmökern. Oder alternativ ein anderes Nachschlagewerk nebendran zu legen und zu schauen, wo die unterschiedlichen Schwerpunkte gesetzt sind. Wenn man dann auch noch in einer Runde von Freunden sitzt, die an den Wikipedia-Texten mitgeschrieben haben, ist das natürlich unschlagbar.
 

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