Das buch von der lex Heinze: ein kulturdokument aus dem anfange des zwanzigsten jahrhunderts

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Popular passages

Page 78 - Wer Schriften, Abbildungen oder Darstellungen, welche, ohne unzüchtig zu sein, das Schamgefühl gröblich verletzen...
Page 24 - Zion stehet auf den Straßen Die entblößten und geschminkten stolzen Töchter Babels an, Wie sie sich beschauen lassen, König, Priester, hoch und niedrig haben ihre Lust daran. Auf dem Lande, in den Städten Hat die Dirne mit dem Becher alle Heiden toll gemacht; Sie stolzieren in den Ketten, Haben sie als Schicksalsgöttin, sich als Götzen hoch geacht.
Page 48 - Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind, mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seinsgleichen.
Page 53 - Nein, nimmer! Und für ehrlos gelte der deutsche Mann hinfort, der stümmelnd niederhaut mit Kälte das unbeschirmte Wort! Der Hand legt an das Allerfreiste von allem, was da frei! Der an dem Gott in uns, dem Geiste, ausübt Scharf richterei! Ist euch der Geist ein armer Sünder, Wohl — tut ihn selber ab! Drauf eure Vierundzwanzigpfünder! Drauf — in Galopp und Trab! Doch wir — ins Weltmeer unsre Schere!
Page 25 - Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut und noch jetzund getan. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Not erlösen hier und dort.
Page 44 - Es müßte schlimm zugehen», sagte Goethe, «wenn ein Buch unmoralischer wirken sollte als das Leben selber, das täglich der skandalösen Szenen im Überfluß, wo nicht vor unseren Augen, doch vor unseren Ohren entwickelt. Selbst bei Kindern braucht man wegen der Wirkungen eines Buches oder Theaterstückes keineswegs so ängstlich zu sein. Das tägliche Leben ist, wie gesagt, lehrreicher als das wirksamste Buch.
Page 64 - Wissenschaft" ist mit dem Sitze in München ein Verein begründet worden, welcher den Zweck verfolgt, die Freiheit der Kunst und Wissenschaft im Deutschen Reich gegen Angriffe jeder Art zu schützen. §2. Die Erreichung des Vereinszweckes soll durch alle gesetzlich zulässigen Mittel angestrebt werden, insbesondere durch öffentliche Bekämpfung der vorkommenden Angriffe auf die Freiheit der Kunst und Wissenschaft (in Volksversammlungen usw, durch Publikationen, durch Organisation von Rechtsschutz,...
Page 24 - Ehren-Kleid und mit Schmach und Hohn bedecket die dem Lamme auf die Hochzeit ist zum Weibe zubereit't. 3 Stolzes Rom, du bist die geile, die auf vielen, vielen, vielen, vielen, grossen Wassern sitzt, und mit ihrem Huren-Seile ganze Völker zu sich ziehet, und in schnöder Brunst erhitzt.
Page 43 - Licht aus die andere wirst, so empsiehlt es sich, hier zugleich die Bilder und plastischen Werke kurz mit in den Kreis der Besprechung zu ziehen. Der menschliche Körper bildet den edelsten Vorwurs der sog.
Page 52 - Westfälinger, als ei dahin gekommen, und er diesen Wein getrunken, sehr schmerzlich beklagt, daß Christus nicht auch in seinem Vaterlande dergleichen Thränen vergossen. Wenn nun einem diese Passage nur allein angeführet würde, was würde leichter sein, als ihm den Begriff beizubringen, das ganze Buch wäre atheistisch, unchristlich und folglich zu verbieten? 2. Das Bücherwesen hat seit der Reformation in ganz Teutschland, nicht weniger in allen civilisirten Ländern freien Lauf gehabt, wodurch...

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