Das Deutsche Lustspiel in Vergangenheit und Gegenwart: kritische Beiträge zur Literaturgeschichte unseres Volkes

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Verlag Veit und Comp., 1861 - German drama (Comedy) - 469 pages
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Popular passages

Page 97 - Äug, ihrem Auge genaht, ihre Blicke fühlte, weil euch die Nacht verhüllt, daß alle Seligkeit nur euch gehöre - ach ! in diesem schönen Leben lebst du nur, die Welt versank, es ist nichts gut mehr, nichts mehr bös - alles nur aus dem Herzen ruhiger Erguß in wohltätigen Strömen, alles nur ewiges Empfangen mit süßem, tiefem Durste.
Page 115 - Gericht, salbadert im Schauspiel. Drum nimmt sie allein Salbader in Gunst, Salbader in Schutz; drum liest sie nur dich, Statt Goethe und statt Jean Paul, salbadernder Clauren. Ach, wahrend der Wirt mir erzählte, befiel Im Gemüt mich starke Versuchung! Ach, hätt' ich doch nur die geringste Partie Von dem britischen Geld!
Page 97 - O guter Fernand! wenn du noch etwas lernen willst, so liebst du nicht. Wenn du nicht alles weißt und alles vergessen hast, nicht ewig deine Gedanken zu ihr hinziehen, so liebst du nicht. Ist dir nicht, als hättest du in die Sonne geschaut, seit du sie sahst, ist vor deinem Auge nicht ein schimmernder Fleck, wie du es wendest, flieht er mit ihm, und überall ihr Bild, das du nur ansehen kannst - und alles weißt du, was du mit ihr sprachst, die nie mit dir geredet und immer bangt es dir, sie zu...
Page 109 - Nacht glorreich; Zwar Sirmio fehlt, und der Schultheiß fehlt! Doch brennt in der Brust Die Begierde mir stets nach...
Page 97 - ... deine Gedanken zu ihr hinziehen, so liebst du nicht. Ist dir nicht, als hättest du in die Sonne geschaut, seit du sie sahst, ist vor deinem Auge nicht ein schimmernder Fleck, wie du es wendest, flieht er mit ihm, und überall ihr Bild, das du nur ansehen kannst - und alles weißt du, was du mit ihr sprachst, die nie mit dir geredet und immer bangt es dir, sie zu verlieren, die du nie besaßest ein ganzes Leben in schönen, sonnenreichen Tagen und liebestillen Abenden hast du mit ihr gelebt,...
Page 95 - Liebe beieinander schlafen, die eine will die andre nicht erwecken, und beide läßt die Sorge doch nicht schlafen. Die Ehre wacht über die Liebe, und die Liebe schläft über der Ehre ein. Aus Liebe wacht die Liebe wieder auf und endlich macht die Ehre sich eine Ehre daraus, einzuschlafen, sie drückt ein Auge zu — nun kann die Liebe recht erwachen und nun ist es gefährlich, die Ehr
Page 191 - Schweigt! O, schweigt davon! Hier sehe ich den Mittelpunkt der Welt! Wer diesen Stein ergreift und dann ins Meer Hinab sich stürzt, der zieht die Könige Sich wie die Bettler nach! Die ganze Erde Wird menschenleer in einem Augenblick.
Page 97 - ... überall ihr Bild, das du nur ansehen kannst - und alles weißt du, was du mit ihr sprachst, die nie mit dir geredet und immer bangt es dir, sie zu verlieren, die du nie besaßest ein ganzes Leben in schönen, sonnenreichen Tagen und liebestillen Abenden hast du mit ihr gelebt, die nimmer mit dir war - wie sie an deinen Lippen hing, in deinen Armen lag, nur wenige Minuten aus tiefen Lebensnächten, wie sie geflüstert, wie du scherzend ihren Puls gezählt, und dein Äug...
Page 94 - FELIX. Er geht mit Ehre und Liebe um, wie ein Nachtwandler, der umgeht. AQUILAR. Die Ehre und die Liebe sind ihm Dinge, die er über sein Leben hintanzen, kommen und verschwinden läßt, wie die Schiefersteine, welche die Knaben übers Wasser hintanzen lassen; man nennt diese Würfe Jungfernkinder.
Page 109 - Wen die Natur zum Dichter schuf, dem lehrt sie auch, zu paaren Das Schöne mit dem Kräftigen, das Neue mit dem Wahren; Dem leiht sie Phantasie und Witz in üppiger Verbindung Und einen quellenreichen Strom unendlicher Empfindung; Ihm dient, was hoch und niedrig ist, das Nächste wie das Fernste, Im leichten Spiel ergötzt er uns und reißt uns hin im Ernste! Sein Geist, des Proteus Ebenbild, ist tausendfach gelaunet, Er lockt der Sprache Zierden ab, daß alle Welt erstaunet!

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