Das künftige Leben und die moderne Wissenschaft: zehn Briefe an eine Freundin

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Max Spohr, 1889 - Future life - 151 pages
 

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Page 131 - Der Erdenkreis ist mir genug bekannt. Nach drüben ist die Aussicht uns verrannt; Tor, wer dorthin die Augen blinzelnd richtet, Sich über Wolken seinesgleichen dichtet! Er stehe fest und sehe hier sich um: Dem Tüchtigen ist diese Welt nicht stumm! Was braucht er in die Ewigkeit zu schweifen? Was er erkennt, läßt sich ergreifen. Er wandle so den Erdentag entlang; Wenn Geister spuken, geh er seinen Gang, Im Weiterschreiten find er Qual und Glück, Er, unbefriedigt jeden Augenblick!
Page 127 - Unsterblichkeit Vor dem Tod erschrickst du! Du wünschest, unsterblich zu leben? Leb' im ganzen ! Wenn du lange dahin bist, es bleibt.
Page 71 - Dasselbe wird auch durch die Thatsache bewiesen, daß die Ankunst eines Empsindungseindrucks im Gehirn „dafelbst eine sosortige Wärmesteigerung hervorruft und zwar augenblicklich!! Damit ist also bewiesen, daß psychische Thätigkeit nichts anderes ist oder sein kann, als die zwischen den Zellen der grauen Hirnrinde geschehende Ausstrahlung einer von äußeren Eindrücken eingeleiteten Bewegung.
Page 83 - Ob wir die geistigen Vorgänge aus materiellen Bedingungen je begreifen werden, ist eine Frage, ganz verschieden von der, ob diese Vorgänge das Erzeugnis materieller Bedingungen sind. Jene Frage kann verneint werden, ohne daß über diese etwas ausgemacht, geschweige auch sie verneint würde.
Page 82 - Bedingungen nicht erklärbar ist, was wohl jeder zugiebt, sondern dass es auch der Natur der Dinge nach aus diesen Bedingungen nie erklärbar sein wird.
Page 48 - Die Selbsterscheinung dessen, was alsKörper äußerlich erscheint" (Fechner); „das innere Sein der nämlichen Einheit, die wir äußerlich als den zu ihr gehörigen Leib erkennen" (Wundt); „ein Kollektivbegriff für die gesamten psychischen Funktionen des Plasma
Page 54 - Gemeinschaft möglich sein soll, das hat noch keine Philosophie erklärt, und wird nie eine erklären. Viel leichter muß es doch in jedem Falle zu verstehen sein, wenn man es nur mit einem und demselben...
Page 8 - Und rennst ihm ewig zu. Du bist nicht edel; Denn alles Angenehme, das dich freut, Erwuchs aus Niederm. Tapfer bist du nicht; Du fürchtest ja die zartgespalt'ne Zunge Des armen Wurms : — Dein bestes -Ruhn ist Schlaf, Den rufst du oft, und zitterst vor dem Tod, Der doch nichts weiter.
Page 27 - ... bekanntlich seit den ältesten Zeiten in allen nervenphysiologischen Systemen eine so grosse Rolle spielte und der erst nach den Arbeiten Gall's für immer verschwand5). War doch das „Sensorium commune" nach der Ansicht der meisten älteren Physiologen jener Punkt im Gehirne, „in welchem sämmtliche Empfindungen und Erregungen des ganzen Organismus zusammentreffen und von da aus wieder als Motorium commune oder als gemeinschaftlicher Bewegungsmittelpunkt auf den Organismus zurückwirken sollten.
Page 148 - Menschen selbst muß eben eine bessere und eine solche werden, welche durch ihre guten Instinkte oder unbewußten Antriebe von selbst vom Verbrechen zurückgehalten und der Tugend in die Arme geführt wird.

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