Das kirchliche Judenrecht bis zum Konzil von Basel (1431/1449)

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GRIN Verlag, Oct 7, 2003 - Law - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 16 Punkte (sehr gut), Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Juristische Fakultät), Sprache: Deutsch, Abstract: Thema dieser Arbeit ist das kirchliche Judenrecht bis zum Konzil von Basel (1431-1449). Vorerst ist zu klären, was genau unter „Judenrecht“ zu verstehen ist. Es gilt zwischen „jüdischem Recht“ und „Judenrecht“ zu differenzieren. Jüdisches Recht beinhaltet erstens das Recht der fünf Bücher Moses, zweitens das Recht der mündlichen Überlieferung, schriftlich niedergelegt in den Codices Mischna und Talmud und letztlich das Recht der rabbinischen Responsa- und Decisorenliteratur späterer Zeit1. Judenrecht ist , im Gegensatz dazu, die von nichtjüdischen Obrigkeiten für/gegen Juden erlassene Gesetzgebung2. Es wurzelt „in der Gesetzgebung, der Verfassung, der Rechtspraxis und den Rechtstheorien anderer Staaten und zwar anfänglich in denen des Römischen Staates, später in denen der christlichen Staaten“3. Das Judenrecht war ursprünglich subjektives Recht, welches „sich aus subjektiven, jeweils willkürlichen Rechten für Einzelpersonen, einzelne Gruppen von Juden und schließlich für alle Juden eines Territoriums“ zusammensetzte4. Das Judenrecht wurde von Kaisern, Königen, Fürsten und später auch von Städten in Form von Privilegien und Urkunden verliehen5. Im Folgenden soll jedoch insbesondere die kanonische Gesetzgebung, Juden betreffend, herausgegriffen und analysiert werden. [...] 1 L. Dasberg, Untersuchungen über die Entstehung d. Judenstatus, S. 27. 2 LexMA V, S. 792. 3 L. Dasberg, Untersuchungen über die Entstehung d. Judenstatus, S. 27. 4 L. Dasberg, Untersuchungen über die Entstehung d. Judenstatus, S. 29. 5 L. Dasberg, Untersuchungen über die Entstehung d. Judenstatus, S. 30.
 

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