Das mag in der Theorie richtig sein ...: vom Nutzen der Rechtstheorie für die Rechtspraxis

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Mohr Siebeck, 2006 - Law - 98 pages
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English summary: Countering the widespread antitheoretical affect, Matthias Jestaedt shows the benefits of a sceptical and realistic theory of law, not only for juridical dogmatics but also for legal practice, and distinguishes between the autonomy of the law and the autonomy of juridical science. He demonstrates that the confusion in the rationality of the law and juridical science, which is customary today, is responsible for an understanding and a practice of juridical science which does not maintain a disciplinary identity compared to related sciences and which, in comparison with the practice of law-making, is not limited to the informatory role of a science. In contrast to this, the author is in favour of a legal methodology which respects the contextual commitment and the contingency, the normativity and the positivity of the law. German description: Dem weit verbreiteten antitheoretischen Affekt entgegentretend zeigt Matthias Jestaedt den Nutzen einer skeptisch-realistischen Rechtstheorie sowohl fur die rechtsanwendungsbezogen arbeitende Jurisprudenz (Rechtsdogmatik) als auch fur die Rechtspraxis selbst auf. Im Zentrum seiner Rechtsgewinnungstheorie, die Rechtserkenntnis und Rechtserzeugung gleichermassen umfasst, unterscheidet er die Eigengesetzlichkeit des Rechts einerseits und der Rechtswissenschaft andererseits und setzt sie zueinander in Bezug. Er demonstriert, dass die heute ubliche Konfusion der zu unterscheidenden Eigenrationalitaten von Recht und Rechtswissenschaft verantwortlich zeichnet fur eine Jurisprudenz, die gegenuber Nachbarwissenschaften keine disziplinare Identitat wahrt und gegenuber der Rechts(erzeugungs)praxis sich nicht auf die Zutragerrolle einer Wissenschaft beschrankt. Demgegenuber pladiert der Autor fur eine Methodik und Dogmatik des Rechts, die die Kontextbindung und die Kontingenz, die Normativitat und die Positivitat des Rechts respektieren und daruber hinaus in Rechnung stellen, dass Systemdenken und Logik Kennzeichen der Wissenschaft vom Recht sind - und nicht ohne weiteres Eigenschaften des positiven Rechts selbst.
 

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Contents

Das TheoriePraxisProblem in der Jurisprudenz
16
Rechtstheorie als Theorie juridischer Eigengesetzlichkeiten
27
Die KonFusion juridischer Eigengesetzlichkeiten
43
Rechtstheorie im Dienste der Eigengesetzlichkeit
69
Das anthropologische Dilemma dichotomischer Rechts
88
Copyright

Common terms and phrases

Adolf Julius Adolf Julius Merkl Allgemeine Rechtstheorie andererseits Andreas Voßkuhle Anspruch antitheoretische Affekt arbeitende Jurisprudenz Aufl Auslegung Auslegungslehre bayJAPO Bedingung Begriff beiden bereits Bezug Blick daher Dichotomie Diskurs Disziplin disziplinären Dynamik Eigengesetzlichkeit des Rechts Eigenrationalität Entscheidung Erkenntnis erst Erzeugung freilich Funktion Fußn Gegenstand geltende Recht Geltung Georg Friedrich Puchta Gesetz Gesetzgebung Grundrechtsentfaltung Hans Kelsen Hervorhebungen im Original indes insoweit Interessenjurisprudenz juridische Theorie Jurisprudenz juristische Methodenlehre Kelsen Kirchmann Kontext Kreativität lich Logik Matthias Jestaedt Methodik und Dogmatik methodologisch Moral Nachw namentlich Norm normativen Normativität normwissenschaftlich passim Paul Feyerabend Politik positiven Rechts Praxis Privaten Privatrecht rechtlichen Rechtsanwender Rechtsanwendung rechtsanwendungsbezogen Rechtsdogmatik Rechtserkenntnis Rechtserzeugung Rechtsetzung Rechtsgeschäfte Rechtsgewinnung Rechtsgewinnungstheorie Rechtsmethodik und Rechtsdogmatik Rechtsnormen Rechtsordnung Rechtsphilosophie Rechtspolitik Rechtspraxis Rechtsprechung Rechtsproduktion Rechtsquellen Rechtssatz Rechtstheorie Rechtswissenschaft reflektiert Reine Rechtslehre respektive richterlicher Rechtsfortbildung Rüthers selbstredend Sicht Sinne sowie staatlichen Subdisziplinen System Tatsachen Unterscheidung Verfassung Verfassungstheorie Verständnis Verwaltung Verwaltungsrechts Verwaltungsrechtswissenschaft Voßkuhle Hrsg Wendung Wissenschaft zunächst

About the author (2006)

Matthias Jestaedt, Geboren 1961; 1992 Promotion; 1999 Habilitation; seit 2002 Professor an der Friedrich-Alexander-Universitat Erlangen-Nurnberg; seit 2001 Internationaler Korrespondent des Hans Kelsen-Instituts; seit 2006 Leiter der Hans-Kelsen-Forschungsstelle, Erlangen.

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