Das mosaisch-talmudische Eherecht

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Page 25 - Umständen bestrafet werden. § 21. In Ansehen der in der katholischen Kirche mit dem Stande der Geistlichkeit, und mit den abgelegten Ordensgelübden verbundenen Unfähigkeit zur Ehe, lassen Wir das bisher Bestehende unabgeändert. § 22. Der Ehevertrag (Kontrakt) selbst wird geschlossen, wenn eine Manns- und eine Weibsperson einwilligen, miteinander in eine unzertrennliche Gemeinschaft zu treten, um Kinder zu erzeugen, und der diesem Stande anklebenden Gerechtsame zu genießen. § 23. Die Einwilligung...
Page 23 - Mutter gemeinschaftlich haben: auch nicht allein, wenn die Verwandtschaft aus ehelicher, sondern auch, wenn sie aus unehelicher Erzeugung ihren Ursprung hat. § 15. Sechstens: Auch die Schwägerschaft macht die zunächst verschwägerten Personen zur Ehe unfähig. Doch soll sich diese Unfähigkeit auf die nämlichen Personen beschränken, die in den vorhergehenden § 13 und 14 genannt sind: nämlich der Mann ist nicht befugt, die daselbst erwähnten Verwandten seines Weibes, noch das Weib die daselbst...
Page 20 - Wo Vater und Großvater väterlicher Seite gestorben sind, können die minderjährigen Kinder ohne Einwilligung derjenigen, unter deren Obsorge sie stehen, sich nicht verehelichen. In einem solchen Falle aber soll es an der Einwilligung des Vormunds nicht genug sein, sondern auch die gerichtliche Genehmigung an
Page 33 - ... Abneigung entstanden ist, und beide Teile die Ehescheidung verlangen: Doch sollen in solchen Fällen die Gerichte die angesuchte Ehescheidung niemals sogleich bewilligen, sondern vorher eine einstweilige Trennung von Tisch und Bett veranlassen und diese nach beschaffenen Umständen wiederholen. § 53. Wenn dann alle angewendeten Mittel fehlschlagen und alle Hoffnung verschwunden ist, derlei Eheleute jemals wieder in Fried und Einigkeit zu vereinbaren, so mögen zwar Unsere Gerichte zur gänzlichen...
Page 19 - Die Ehe an sich selbst, als ein bürgerlicher Vertrag betrachtet, wie auch die aus diesem Vertrage herfließenden bürgerlichen Gerechtsame und Verbindlichkeiten erhalten ihre Wesenheit, Kraft und Bestimmung ganz und allein von unsem landesfürstlichen Gesetzen.
Page 20 - Vormunde, sich an die Gerichtsbehörde zu wenden. § 5. Findet das Gericht nach Vernehmung des Vaters, oder Großvaters, die Ursache der Weigerung erheblich, so hat dasselbe das Gesuch auf eine den Umständen angemessene Art abzuschlagen. Könnten sie hingegen keine gründliche Ursache ihrer Weigerung anführen, so ist vorläufig zu versuchen, ob sie entweder durch gütliche Vorstellungen, oder einige ihnen eingeraumte Bedenkzeit zur Einwilligung zu bewegen sind. Wenn aber auch dieses nicht fruchtete,...
Page 26 - Dahero können diejenigen, die ihrer Vernunft beraubet sind, wenn sie nicht heitere Zwischenstunden haben, in welchen sie die Rechte und Verbindlichkeiten des Ehestandes einsehen, keine gültige Ehe schließen. Tauben und Stummen hingegen, die ihre Einwilligung durch Zeichen ausdrücken können, steht zur Schließung der Ehe nichts im Wege. § 25. Ungültig ist auch der Vertrag der Ehe, wenn in der Person, mit welcher die Ehe geschlossen worden, ein Irrtum vorgeht. Ein in Nebensachen oder in den...
Page 30 - Pfarr geschlossenen Ehen mit deutlicher Benennung der Eheleute wie auch der dabei gegenwärtigen Zeugen, dann mit Benennung des Ortes, wo die Ehe geschlossen worden, und ob selbe vor ihm selbst oder vor einem andern in seinem Namen und vor wem sie geschlossen worden, in die zu diesem Ende bestimmten Trauungsbücher eigenhändig einzutragen, dergestalt, daß jeder in Betreff dieser Ehe und der Zeit, wann sie geschlossen worden, entstehende Zweifel daraus vollständig gehoben werden könne.10 § 36.
Page 27 - Einwilligung darauf ausdrücklich beschränkt, von der andern Seite aber diese Eigenschaft betrüglicherweise vorgegeben worden. § 26. Das Ehehindernis erweitern Wir auch auf den Fall, da eine Weibsperson zur Zeit der eingegangenen Eheverbindung von einem dritten wirklich schwanger sein sollte, und dieser Umstand ihrem künftigen Ehemann keineswegs bewußt war, auch dieser, sobald als er von der vorgängigen Schwangerschaft Beweise gehabt, bei der Behörde die Anzeige macht, und dartun kann, vorher...
Page 19 - Ehe betreffen sollten, und dass „die Ehe an sich als ein bürgerlicher Vertrag (Contract) betrachtet, wie auch die aus diesem herfliessenden , und den Vertrag errichtenden gegeneinander zustehenden bürgerlichen Gerechtsame, und Verbindlichkeiten erhalten ihre Wesenheit, Kraft und Bestimmung ganz, und allein von unseren landesfürstlichen Gesetzen : Die Entscheidung der hierüber entstehenden Streitigkeiten gehöret also...

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