Debussy - Petite Suite: En bateau: Eine Analyse

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GRIN Verlag, May 27, 2009 - Music - 9 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1, Universität Wien (Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Musikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Claude Debussy (1862–1918) komponierte die Petite Suite im Laufe des Jahres 1888; es handelt sich also um ein Frühwerk. Am ersten März 1889 spielte Debussy diese zum ersten Mal im privaten Rahmen: In einem Pariser Salon führte er sie gemeinsam mit Jacques Durand, dem Sohn des Verlegers Durand auf, der sie bereits im Februar 1889 verlegt hatte. Der Titel „Suite“ ist typisch für die Vorliebe des jungen Debussys, weil er gerne Tänze frei aneinander reihte und angeblich dadurch die Sonatenhauptsatzform – wegen ihrer komplizierten Durchführungen – mied. Allgemein lässt sich bei den französischen Komponisten nach 1880 die Tendenz zu einer „Renaissance“ des 17. Jahrhundert erkennen. Diese Rückbesinnung auf alte, schlichte Formen steht im Gegensatz zur Gefühlsübersteigerung und Überfrachtung der Musik Wagners. Interessanterweise bezeichnet Debussy den ersten Satz dennoch mit einem außermusikalischen Titel En bateau („Im Boot“) wie nach Art eines romantischen Charakterstücks. War das Stück ursprünglich noch fünfsätzig konzipiert, so verzichtete er auf den mittleren Satz; und so stehen nun also: En bateau, Cortège, Menuet, und Ballet. Erst nach Debussys kompositorischem Durchbruch mit Pelléas et Mélisande (1892-1902) erfreute sich die Petite Suite immer größerer Beliebtheit und wurde schließlich mehrfach für unterschiedliche Besetzungen bearbeitet und transkribiert. Die berühmteste Orchesterfassung stammt von Henri Büsser.
 

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