Denkwürdiger und Nützlicher rheinischer antiquarius: welcher die Wichtisten und angenehmsten Geographischen, Historischen und Politischen merkwürdigkeiten des Ganzen Rheinstroms, von seinem ausflusse in das Meer bis zu seinem ursprunge Darstellt, Volume 13, Part 2

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R. F. Hergt, 1865 - Cologne (Germany)
 

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Page 456 - Deutschland ließ nach ib>n bis in das vierte Geschlecht keinen König von seinem Hause aufkommen. Sein auf Landvergrößerung , Geld und Soldaten starr Hingerichteter ernster Sinn, den leine Fröhlichkeit aufheiterte, da er wegen seiner Augenkrankheit und überhaupt nicht lieblich anzusehen war, machte ihn so verhaßt bei allen, daß auch Tugend an ihm Selbstsucht schien. Es ist unmöglich, daß über alle herrsche, wen alle hassen. Ungefähr 43 Jahre alt war Albrecht, welcher der Erste von seinem...
Page 455 - Selbstbeherrschung, daß er bei sehr leidenschaftlichem Gemüth seine Zunge im Zaum hielt, nie aus Zorn das bürgerliche Recht bog und nie der Wollust Gewalt über sich ließ. Er wurde aber weder vor noch in seiner...
Page 263 - K atzenein bogen durch die Jahrhunderte des Mittelalters sich hindurchzieht. Die ursprünglichen bewegenden Gründe, welche die Gemüther jener Grafen zu den grauen Mönchen des Rheingaues hingezogen haben mögen, liegen zwar nicht mehr urkundlich offen, da der Mangel an beglaubigten Nachrichten aus den ersten Zeiten Eberbachs (gestiftet 1131) einer zusammenhängenden Forschung hindernd in den Weg tritt und die Beweise besonderer Zuneigung von Seiten jener Grafen überhaupt erst im 13. Jahrhundert...
Page 455 - er soll wissen, daß all Leut wollen ledig „sein ihr Eid und Treu, wann der Tenor also lautet „der Handfesten," gab er zur Antwort: „Recht also „mein Vater diese Land hat funden in der Gewalt „Ottokars, weder minder noch mehr, so will ich sie „lassen bleiben...
Page 269 - ... Datum das seither noch nicht genauer festgestellt war, während urkundlich Eberhards Tod nur als zwischen den 25. April 1311 und den 10. August 1312 fallend angenommen werden konnte. (Wenck HLGIS 368). Wir können von dem Bilde Eberhards nicht scheiden, ohne wenigstens einen Blick auf seine grossartige Persönlichkeit geworfen zu haben. Es kann uns nicht beifallen in die denkwürdige Lebensgeschichte dieses Mannes hier näher einzutreten; doch dürfen wir einige Hauptereignisse seines thatenreichen...
Page 387 - Solches ist mir nicht geschehen , so lange ich König bin." Da siel der Abt aus die Knie. Bei einer Mahlzeit, welche der Graf von Dettingen dem Hof gab, sagte der König zu seinem Sohn, Herzog Rudolf, dem er Kvburg überließ: „Gebt Eurem Lehensherren, dem Abt von St. Gallen, das Wasser," vielleicht ein unedler Spott, wenn er erinnern sollte, wie hoch das Glück Habsburg über St. Gallen erhoben, von dem es vormal froh war, Friede zu haben. Endlich erhielten der Burggraf zu Nürnberg, der Graf...
Page 26 - ach Oben anwendete, vier Frösche mittlerer Größe abgetrieben, deren einer einen Käfer, einen Maiwunn und einen Frosch, der zweite Schleim, die andern beiden aber nichts im Magen hatten. Als der erste abgegangen, riethen einige Freunde, den Knaben zur Nachtzeit an den Fischweiber hinzubringen, wo viele Frösche waren, in Hoffnung, daß, wenn er noch mehre bei sich hätte, diese vielleicht durch Sympathie mit denen im Teich herausgelockt würden. Kaum war er aber dem Teich nahe gekommen, als sein...
Page 169 - Alliirten in Brand gesteckt worden, übriges an bemeltem Schloß haben die Soldaten und Unterthanen in Abwesenheit der Herrschaft ruinirt." Wie die Burg selbst einst zum Schutz und Schirm des Landes diente, so gewährt ihre malerisch-schöne Ruine jetzt Erholung und Vergnügen. Zur Sommerszeit wird sie täglich von vielen Einheimischen und Fremden besucht. Gut angelegte Spazierwege führen vom Kursaal aus an einem schlängelnden Erlenbach vorüber und allmälig zu ihrer Höhe hinauf. Sie ist überall...
Page 387 - daß der Brand von Schwarzenbach dem Abt vergeben wurde, nicht aber daß Leute dabei umgekommen waren." Als der König Iberg im Toggenburg zum Preis des Friedens machte, weigerte sich der Abt, mit seines Klosters unersetzlichem Verlust einen unverschuldeten Krieg abzukaufen. Durch diese Gesinnung, in welcher es König Rudolfen zugekommen wäre, das Herz weiland Graf Rudolfs von Habsburg zu lieben , fiel der Abt in die Neichsacht.
Page 388 - ... Vetter (den sie hatten abhalten wollen, wider ihn Krieg zu führen) geschlagen und gefangen. Als der Bischof nach langem VerHaft versuchte , sich von dem Thurm Werdenberg herunter zu lassen, , zerrissen die Tücher: er starb. Der von Grießenberg, dem die Freiheit versprochen wurde, wenn er Iberg, die ihm anvertraute Burg, zu öffnen befehle, zeigte sich bereit, sein Leben eher zu verlieren , als die Ehre seiner Treue. Aber ein Ritter von Sigberg, auf dessen Biedersinn Wilhelm so viel baute,...

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