Depressionen nach der Schwangerschaft: Wie soziale Beratung zur Pr„vention postpartaler Depressionen beitragen kann

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Diplomica Verlag, 2012 - Education - 88 pages
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Postpartale Depressionen (PPD) geh”ren heute zu den h„ufigsten psychischen Erkrankungen von Frauen nach der Geburt. Dieses Buch besch„ftigt sich mit der Frage, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Pr„vention dieser Erkrankung leisten kann. Ziel ist es, die Grundlage f r ein Beratungskonzept zu legen, das in die Praxis der Sozialen Arbeit integriert werden kann. Es sollen praktische Empfehlungen f r die strukturelle, inhaltliche und methodische Gestaltung einer sozialen Beratung erarbeitet werden. Im Mittelpunkt der theoretischen šberlegungen steht die Frage, welche Relevanz das Konstrukt des Koh„renzgef hls f r die Pr„vention postpartaler Depressionen hat. Das Buch zeigt zun„chst auf, dass das Konstrukt des Koh„renzgef hls ein differenziertes Verst„ndnis von Gesundheit in der Beratung erm”glicht. Die Betrachtung von Risiko- und Protektivfaktoren f r die Entstehung einer PPD kann zu einer st„rkeren Ressourcenorientierung in der Beratung beitragen. Es wird er”rtert, ob eine sozial”kologische Orientierung, die an den Ursachen von Problemen ansetzt und auch komplexere Problemlagen in den Blick nimmt, den daf r notwendigen Rahmen bietet. Die Betrachtung der strukturellen Rahmenbedingungen eines Wiener Modellprojekts zeigt, dass durch die Implementation des Beratungsangebots im Klinikkontext die notwendige Niedrigschwelligkeit erreicht wird. Auf inhaltlicher Ebene werden vier wesentliche Beratungsschwerpunkte identifiziert: Soziale Unterst tzung, Partnerschaft, Auseinandersetzung mit den Ver„nderungen durch das Elternwerden sowie mit der Gef hlswelt. In Anlehnung an das Life Model der Sozialen Arbeit (Germain/Gitterman 1999) werden schlieálich Methoden vorgestellt, die f r die Arbeit mit den drei Komponenten des Koh„renzgef hls Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit hilfreich sind. Die Untersuchung gelangt zu der Schlussfolgerung, dass die F”rderung der Eigenst„ndigkeit und des Vertrauens in die eigenen F„higkeiten wesentliche Ziele in der pr„ventiven Beratung sein m ssen. Offensivere methodische Elemente erscheinen angesichts der enormen Umstellungen und Neuorientierungen w„hrend einer Schwangerschaft angebracht. Die Arbeit mit dem Koh„renzgef hl in der sozialen Beratung kann eine Klientin auf den Umgang mit dem šbergang zur Elternschaft vorbereiten, indem es auch eine langfristige Perspektive bei der Bew„ltigung der kritischen Lebensphase er”ffnet. Das Konstrukt kann somit „uáerst hilfreich bei der Pr„vention postpartaler Depressionen sein.
 

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Contents

Einleitung
9
Schwangerschaft und postpartale Depression
25
Soziale Beratung von schwangeren Frauen
39
Wiener Projekt zur Prävention postpartaler
51
Konzeptuelle Überlegungen für eine soziale Beratung schwangerer
57
Schlussbetrachtung
73
Literaturverzeichnis
79
Anhang 1
85
Copyright

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Common terms and phrases

Anamnesegespräch Ängste Ansätze Antonovsky 1997 Bedeutung Behandlung beispielsweise Belastungen Bengel Beraterin Beratung schwangerer Frauen Beratungsangebote Beratungsprozess Bereich Bewältigung Beziehung emotional Entbindung Entropie Entstehung ersten Faktoren Familien Geburt Gefühl der Handhabbarkeit Germain/Gitterman 1999 Grabert häufig Hebammen hilfreich hohen insbesondere Interventionen Jork Kind Klientin kognitiven Kohärenz Komponente Konflikten konkret konnten Konstrukt des Kohärenzgefühls Kontext Konzepte Leben Lebensereignis Lebenssituation Lebenszufriedenheit Maßnahmen Menschen Methoden möglich möglicherweise muss Mutter negative Partner Partnerschaft Personen positive Prävention postpartaler Depressionen Prävention von postpartalen präventive Pro Familia Probleme Problemlagen professionelle Protektivfaktoren psychische Störung psychischen Erkrankung psychosoziale Ressourcen Riecher-Rössler 2006 Risiko Risikofaktoren Rohde Röhrle salutogenetische SchKG Schuldgefühlen Schwangerenberatung Schwangerenberatungsstellen Schwangerschaft Schwangerschaftsberatung Schwierigkeiten Screening Sickendiek/Engel/Nestmann 2002 Sinnhaftigkeit Situation sollte somit sowie Sozialarbeiterin soziale Beratung schwangerer soziale Netzwerk soziale Unterstützung Sozialen Arbeit sozialökologische sozialpädagogische staatlich anerkannte stark Stressoren strukturelle Symptome Systemische Beratung Übergang zur Elternschaft Umwelt Veränderungen Verstehbarkeit Weiteren wichtige Wiener Modellprojekt Wiener Projekt Wimmer-Puchinger 2006 Wochenbettdepression Ziel zudem

About the author (2012)

Friederike Seeger, B.A. und Dipl.-Soz.-P„d., wurde 1980 in K”ln geboren. Nach ihrem Studium der Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universit„t mit dem Abschluss Bachelor of Arts und dem Abschluss in Sozialp„dagogik an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in M nchen spezialisierte sich die Autorin auf die Beratung von Familien und Menschen in Krisensituationen. Sie sammelte zahlreiche praktische Erfahrungen u.a. in einer Familienorganisation (Freiburg), im Sozial- und Jugendamt (Freiburg) sowie in der Arbeit mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung (Starnberg). Nach dem Studium arbeitete die Autorin als Jugendsozialarbeiterin an einer Grundschule und befasste sich schwerpunktm„áig mit der Beratung von Eltern, Lehrern und Kindern.

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