Der Arbeitnehmerbegriff im europäischen und deutschen Arbeitsrecht

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GRIN Verlag, Feb 24, 2010 - Law - 101 pages
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Masterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht, Note: 16 P. (sehr gut), Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 22. November 2006 hat die Europäische Kommission ein Grünbuch für ein moderneres Arbeitsrecht vorgelegt. Dessen Zweck lag nach Meinung der Brüsseler Behörde darin, eine öffentliche Debatte darüber einzuleiten, „wie mit Hilfe des Arbeitsrechts Fortschritte bei der „Flexicurity“-Agenda erzielt werden können und damit das Entstehen eines gerechteren, reaktionsfähigeren und integrativeren Arbeitsmarktes gefördert werden kann, der dazu beiträgt, Europa wettbewerbsfähiger zu machen“. „Flexicurity“ ist dabei als ein Ansatz zu verstehen, der darauf abzielt das Spannungsverhältnis zwischen möglichst flexibler Gestaltung der Arbeitsverhältnisse und größtmöglicher Sicherheit für die Beschäftigten aufzulösen. Bereits kurz nach dessen Veröffentlichung wurde das Grünbuch teils heftig kritisiert. Insbesondere wurde der Kommission vorgeworfen eine schleichende Kompetenzverlagerung auf die europäische Ebene voranzutreiben bzw. gar die Schaffung eines einheitlichen europäischen Arbeitsvertragsgesetzbuchs zu erwägen. Formulierungen wie „Weiterentwicklung des Arbeitsrechts“, „Notwendigkeit [...] die arbeitsrechtlichen Vorschriften anzupassen“, bzw. die Frage nach der Erforderlichkeit eines „Grundstocks an Vorschriften“ ließen Befürchtungen aufkommen, die Kommission erwäge Legislativvorschläge mit dem Ziel eines vereinheitlichten europäischen Arbeitsrechts. Zwar konnte die Kommission ihre schärfsten Kritiker mittlerweile beruhigen – in der Folgemitteilung zum Grünbuch heißt es, dieses sei von Anfang an nicht als „Grundlage für die Konzeption legislativer Maßnahmen“ gedacht gewesen – die Diskussion um die aufgeworfenen Fragestellungen hält jedoch an. Insofern ist es mit dem Grünbuch zumindest gelungen Denkanstösse zu liefern und damit die Debatte um die Zukunft des Arbeitsrechts in Europa neu in Gang zu bringen. Diese Arbeit legt ihren Schwerpunkt, entsprechend der aktuellen Diskussion im einschlägigen Schrifttum, auf die gemeinschaftsrechtlichen Aspekte der Problematik. Daneben wird aber auch die derzeitige Rechtslage im deutschen Arbeitsrecht behandelt.
 

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708 endgültig allerdings Arbeit Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitnehmer und Selbständige Arbeitnehmerähnliche Personen Arbeitnehmerbegriff des Art Arbeitnehmereigenschaft Arbeitnehmerfreizügigkeit Arbeitsrecht im BGB Arbeitsschutz Arbeitsverhältnis Arbeitsverhältnisses Arbeitsvertrags aufgrund Autonome Begriff des Arbeitnehmers Begriffs Arbeitnehmer Begriffsbestimmung Begriffsbildung Bereich Bestimmung Betriebsübergang Bundesarbeitsgericht Calliess/Ruffert Definition deutschen Arbeitsrechts DVBl effet utile EG-Vertrag Eigene Auslegung Eingliederung einheitlichen Arbeitnehmerbegriff Entgelt Entscheidung Erfurter Kommentar EU-Kommentar EuGH Europäische Union Europäischen Gemeinschaften Europäischen Gerichtshof Europäisches Arbeitsrecht Europäisches Arbeitsschutzrecht Europarecht EUV/EGV Freizügigkeitsregeln fremden Betriebsablauf Gemeinschaft Gemeinschaftsgesetzgeber Gemeinschaftsrecht gerade Grünbuch Grundfreiheiten Grundsätzlich HEAS Hromadka Inhalt jedenfalls jeweiligen Kompetenz Krimphove Labour Law Lawrie-Blum lediglich lich Merkmal Mitgliedstaaten mithin nationale Recht nehmerbegriff Niederlassungsfreiheit Personen in Europa persönlichen Abhängigkeit persönlichen Anwendungsbereich Perulli Pottschmidt privatrechtlichen Rahmen Rahmenrichtlinie 89/391/EWG Rebhahn Rechtsprechung des EuGH Rechtssache Regelungen Richardi Richtlinie Schrifttum Sekundärrecht soll sozialpolitischen Sprachfassungen Typologische Methode Vertrag Vertragspartner vielmehr Vorschrift Wank Weisungsbindung Weisungsgebundenheit wirtschaftlich abhängige Beschäftigte Wortlaut zumindest

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