"Der Arme Heinrich": Lepra - Strafe oder Prüfung Gottes?: Eine theoretische Abhandlung zur Bedeutung der Lepra im Werk Hartmanns von Aue "Der Arme Heinrich"

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GRIN Verlag, 2011 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1, Universitat Basel, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Prolog beginnt Hartmann von Aue seine "legendenhafte" Erzahlung "Der arme Heinrich." In einem Leben gepragt von Anerkennung und Wohlstand erhalt der Protagonist Heinrich eine Hiobsbotschaft, die sein bisheriges Leben schlagartig andert. Er erkrankt an der Lepra, welche als gefurchtete Krankheit ein wiederkehrendes Motiv in der mittelalterlichen Literatur darstellt. Beispiele dafur liefern die Amicus und Amelius Legende oder die Silvesterlegende. Das Grundmotiv von Aussatz und Aussatzheilung findet sich in beiden Legenden, wie auch im Armen Heinrich wieder. Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Ursache fur die Erkrankung Heinrichs an Hand der Aussagen im Text zu ermitteln. Welche Funktion die Lepra im Werk hat, lasst sich mit Hilfe zweier kontroverser Interpretationsansatze diskutieren. Hierbei kann die Lepra entweder als verdiente Strafe oder als unverschuldete Prufung Gottes betrachtet werden. Handelt es sich um eine Strafe, so muss geklart werden, was Heinrich sich hat zu schulden kommen lassen, um den gottlichen Zorn auf sich zu ziehen. Betrachtete man die Lepra als Prufung Gottes, sind vor allem die von Hartmann angefuhrten Parallelen zur biblischen Gestalt Hiob von entscheidender Wichtigkeit.
 

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