Der Einfluss der Neurowissenschaften auf die Psychotherapie dargestellt am Zürcher Ressourcen Modell

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GRIN Verlag, 2007 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Psychologie - Biologische Psychologie, Note: 1,00, Universitat Augsburg, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In neuester Zeit erhalt die kognitive Neurobiologie ein grosses Gewicht und Hirnforscher wie Gerhard Roth und Wolf Singer beeinflussen vor allem mit ihren philosophischen Reflexionen und Diskussionen uber psychologische Grenzfragen wie Willensfreiheit und Determiniertheit des Menschen die Psychologie und Psychotherapie enorm. Zu nennen sind Damasios Ansatz, der sich Descartes Weisheit cogito, ergo sum" bedient und dessen Ansatz in ich fuhle., also bin ich" (analog zu Descartes: sentio, ergo sum) oder Descartes Irrtum" abandert, und LeDouxs Lehren. Im Forschungsfeld dieser Erkenntnisse formten sich diverse Therapieansatze, die beim Menschen selbst ansetzen wie z. B. uber das Selbstmanagement. Self-determination und self-efficacy werden zu wichtigen Fachbegriffen in Selbstmanagement-Modellansatzen. Hervorzuheben ist, dass sich die modernen Therapieansatze nicht ausschliesslich mit der pathologischen Richtung zur Heilung von psychischen Krankheiten befassen, sondern den von der Gesellschaft als gesund definierten Menschen in seiner anthropologischen und biologischen Determiniertheit in das Zentrum rucken. Es geht primar um innere eigenstandige Selbstentwicklung bzw. Selbstformung. Self-determination kennzeichnet das Ausmass, in dem die Verfolgung eines Ziels als frei gewahlt erlebt wird, und self-efficacy ist die subjektive Einschatzung, dass man die Verfolgung und Verwirklichung der Ziele mit Hilfe des eigenen Verhaltens beeinflussen kann. Um diese Ziele nun gekonnt umsetzen zu konnen, ist es notwendig, Ressourcen im Menschen zu mobilisieren entweder extrinsisch oder intrinsisch motiviert. Der Ressourcenbegriff ist ein modernes Schlagwort behaftet mit vielen Facetten und Definitionsvarianten. In der Psychotherapie wird der Begriff primar von neurobiologischen Erkenntnissen abgele
 

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Contents

Historischer Abriss
3
Versuch einer Etikettierung
6
Das Gedächtnis als emotionales Bewertungssystem
14
Die Bedeutung der somatischen Marker
17
Konsultierte Forschungsliteratur
21
Copyright

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Common terms and phrases

aktiviert allgemeine Psychologie Bedeutung neurowissenschaftlicher Forschungsansätze bestimmte bewertendes neuronales bewertet bewusste und unbewusste biologischen Bewertungssystem Damasio dargestellt am Zürcher definiert demzufolge Descartes Irrtum determination direkt übernommen Einfluss der Neurowissenschaften emotionale Erfahrungsgedächtnis emotionales Bewertungssystem Emotionen Empfindung im Bauch fühle Gedächtnis gespeichert Gefühle Gehirn Grawes Ansatz hierarchisch Hirnforscher implizite Prozesse Informationen Kategorien kognitiv Körper Koukkou und Lehmann Laut Grawe LeDouxs leichte Aktivierbarkeit limbischen Systems maladaptives Wissen Menschen Modell GRIN Verlag motivationale Bereitschaft multicodiert Müsseler neurobiologische Basis neurobiologische Erkenntnisse neurobiologischen Wohlbefinden neuronale Erregungsmuster neuronale Netzwerke neuronalen Netzen neurotische neurowissenschaftlicher Erkenntnisse niedrigen Weg Objekt Organismus Patienten Phase Philumena Reiser positiven Marker Potenzial psychischen Erkrankung psychobiologischen Wohlbefinden psychologische Psychotherapie Psychotherapie dargestellt Reiser Der Einfluss Ressourcenaktivierung Ressourcenorientierung Roth Selbstmanagement Selbstmanagement-ressourcenorientiert selbstorganisierten Erfahrungsspeicher sensorischen setzt das ZRM Siehe Fußnote Somatische Marker steuern sozialpsychiatrisch steuern das Appetenz Storch und Krause Störung synaptischen Therapieansätze und/oder unseren verbunden Vermeidungsverhalten Willensfreiheit Wohladaptive Ziele Wohlbefinden negativ Zürcher Ressourcen Modell zwei Nervenzellen

Popular passages

Page 6 - Menschen aufgefasst, also zB motivationale Bereitschaften, Ziele, Wünsche, Interessen, Überzeugungen, Werthaltungen, Geschmack, Einstellungen, Wissen, Bildung, Fähigkeiten, Gewohnheiten, Interaktionsstile, physische Merkmale wie Aussehen, Kraft, Ausdauer, finanzielle Möglichkeiten sowie zwischenmenschliche Beziehungen.
Page 6 - Potenzial der zwischenmenschlichen Beziehungen eines Menschen. Die Gesamtheit, all dessen stellt, aus der ressourcenperspektive betrachtet, den Möglichkeitsraum des Patienten dar, in dem er sich gegenwärtig bewegen kann oder anders ausgedrückt, sein positives Potenzial, das er in den Veränderungsprozess einbringen kann.
Page 17 - Ergebnis, das mit einer gegebenen Reaktionsmöglichkeit verknüpft ist, in Ihrer Vorstellung auftaucht, haben Sie, und wenn auch nur ganz kurz, eine unangenehme Empfindung im Bauch. Da die Empfindung den Körper betrifft, habe ich dem Phänomen den Terminus somatischer Zustand gegeben (soma ist das griechische Wort für Körper); und da sie ein Vorstellungsbild kennzeichnet oder 'markiert', bezeichne ich sie als Marker.
Page 16 - Durch häufige Wiederholungen werden die neu entstandenen Verbindungen aber immer besser gebahnt. Sie sind immer leichter aktivierbar und gewinnen so immer leichter Einfluss auf die psychische Aktivität, ohne dass dies mit Bewusstsein verbunden ist.
Page 12 - Informationen noch zusätzlich beinhalten: „..(..) wenn wir uns an ein Objekt erinnern, rufen wir nicht nur die sensorischen Besonderheiten eines realen Objekts ab, sondern auch die früheren Reaktionen des Organismus auf das Objekt.

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