Der Einfluss Schopenhauers auf Wagners Musikdrama "Ring des Nibelungen"

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GRIN Verlag, Aug 9, 2006 - Music - 22 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 2,0, Georg-August-Universität Göttingen (Musikwiss. Seminar Göttingen), Veranstaltung: Hauptseminar Ring, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn man den Ring in seinen Einzelheiten auf philosophischer, psychologischer und logischer Ebene eingehender betrachtet, kommt man nicht umhin, festzustellen, dass Wagners Monumentalwerk von Brüchen durchzogen ist. Ob und wie nun Schopenhauers Philosophie zu diesen Ungereimtheiten in Wagners Ring-Werk beigetragen hat, soll in dieser Arbeit eingehender erörtert werden. Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass einiges nur vermutet werden kann, da nicht überall eindeutigen Belege zu finden sind. Zuerst wird zum späteren Vergleich Wagners vorschopenhauerisches Konzept des Gesamtkunstwerks kurz dargestellt. Anschließend wird diesem Wagners neues, durch Schopenhauer beeinflusstes Konzept des Musikdramas gegenübergestellt. Fehlen darf dann natürlich nicht eine kurze Einführung in die Philosophie Schopenhauers, insbesondere im Hinblick auf die Musikrezeption. Schließlich folgt dann der Hauptteil dieser Seminararbeit mit einer eingehenden Untersuchung des Ring-Werks auf “Schopenhauerspuren”, und zwar unterteilt in Parallelen auf der Handlungsebene und (möglichen) direkten Einflüssen auf der Musikebene. B. Wagners Musikdramenkonzept vor Schopenhauer Nachdem sich durch die Französische Revolution die feudale Gesellschaftsstruktur und mit ihr die ehemals übergreifende gesellschaftliche, politische und religiöse Ordnung aufgelöst hatte, wurden auch die Künste, welche eng mit jener Ordnung im Zusammenhang standen zersplittert und zunehmend isolierter. Als Gegenmaßnahme zu dieser Zersplitterung entstand die Idee eines alle Künste zusammenfassenden Gesamtkunstwerks. (MGG 1282) Sie läßt sich unter anderem zurückführen auf Herder, Klopstock, Bretano und die Gebrüder Schlegel. (Kunze 99) Schelling kritisierte schon 1802 in seinem Buch Philosophie der Kunst die Oper und wertete statt dessen das antike musikalische Drama auf, was schon deutlich auf Wagner später folgende Ideen hinweist. (MGG 1283)
 

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