Der Einzelhandel in Großbritannien unter dem Einfluss von Deregulierung, Internationalisierung und Kultur

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GRIN Verlag, Jul 23, 2007 - Science - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 2,0, Universität zu Köln (Geographisches Institut), Veranstaltung: Oberseminar, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Arbeit soll die Entwicklung des britischen Einzelhandels thematisiert werden. Dabei wird insbesondere auf die Schwerpunkte der kulturellen Nähe zu den USA und der Internationalisierung im britischen Einzelhandel eingegangen. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausarbeitung ist die Thematik der Deregulierungspolitik während der Regierungszeit Margaret Thatchers (1979-1990) und den daraus resultierenden Problematiken. Anschließend werde ich näher auf die prägenden Einzelhandelsformate in Großbritannien eingehen. Schließlich komme ich auf die mit den verschiedenen Formaten einhergehenden Probleme zu sprechen und der daraus resultierenden „Renaissance der strategischen Planung“ (Potz 2003, S.9 ff). In Großbritannien verloren ab Mitte des 20. Jahrhunderts die kleinen, unabhängig geführten Geschäfte immer mehr an Bedeutung. Ein Zuwachs an Bedeutung erfuhren im Gegenzug die großflächigen Einzelhandelsformate. Durch diese negative Entwicklung für die unabhängigen Geschäfte nahmen bzw. nimmt deren Anzahl stetig ab. 1950 gab es in Großbritannien 449.000 unabhängige Einzelhändler. Bis zum Jahr 2002 ist diese Anzahl auf 310.991 Einzelhändler gesunken. Obwohl die Geschäftsanzahl sank, stieg deren Größe und Mitarbeiteranzahl an. So sind im Jahr 2005 ca. drei Millionen Briten im Einzelhandelsbereich beschäftigt (British Retail Consortium 2006). In Großbritannien beträgt der Mitarbeiterdurchschnitt 12,1 pro Betrieb. Mit Beginn der 1980er Jahre, während der „Laisser-faire“ Politik der Thatcher – Ära, begannen die Betreiber von großflächigen Einzelhandelsbetrieben sich auf die Stadtränder als Standorte festzulegen. Die Folgen waren Versorgungslücken in den „Inner Cities“. Diese Lücken versuchten ab den 1990er Jahren die deutschen Discounter Aldi, Lidl und die dänische Handelskette Netto zu füllen. Dies gelang bisher aber nicht wie beabsichtigt, da die Discounter nicht von den britischen Konsumenten angenommen werden. Deutlich wird dies auch dadurch, dass die Discounter nur einen Marktanteil von ca. fünf Prozent bei dem gesamten Einzelhandelsumsatz in Großbritannien für sich beanspruchen können. Aufgrund der Lage in sozialschwachen Gebieten haftet den genannten Discountern ein schlechtes Image an (IGD 2006b). Mit Hilfe von Imagekampanien, Geschäftssanierungen und Geschäftsverlagerungen versuchen die Discounter diesem schlechten Image zu begegnen.
 

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