Der erniedrigte Christus: Metaphern und Metonymien in der russischen Kultur und Literatur

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Böhlau Verlag Köln Weimar, 2010 - Incarnation in literature - 1046 pages
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Die Selbsterniedrigung Christi, wie sie Paulus beschreibt, gehört zu den zentralen Konzepten der Christologie. Sie wurde von den Kirchenvätern und den Ökumenischen Konzilien in einer Rhetorik des Paradoxes ausgearbeitet. Daran knüpften die christlichen Kulturen sprachliche, bildliche und andere mediale Ausgestaltungen an, die sich als Christus-Metaphern und -Metonymien beschreiben lassen. Mit einer Analyse unterschiedlicher Medien von Liturgie bis Alltagspraxis wird in diesem Band gezeigt, dass das Selbsterniedrigungsmodell für breite Bereiche des russischen Kirchenlebens, der russischen Kultur und Literatur wichtig geworden ist. Besonderes Augenmerk gilt den Übertragungen des Modells in nicht christliche Bereiche. So kreist der zweite Teil des Bandes um literarische Texte aus dem sozialistischen und sowjetischen Umfeld - von Nikolaj Èerny¹evskij über Maksim Gor'kij und Nikolaj Ostrovskij zu Venedikt Erofeev und Vladimir Sorokin - und belegt daran die ungebrochene Produktivität der Rhetorik und Ethik der Selbsterniedrigung. Dirk Uffelmann ist Professor für Ost-Mitteleuropa-Studien an der Universität Passau.

 

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Contents

NILOVNA ODER MARIANISCHE NACHFOLGE UND TAPEINOSIS BEI GoRiu
7
Terminologische Abgrenzung
10
Eine Gedächtnistheorie der Replikationsintention
30
Aufbau der Arbeit
38
TROPE UND PARADOX ODER CHRISTOLOGIE VS RHETORIK
45
Zur These
140
METONYMIE UND METAPHER oDER GESTALTUNGEN DER KENOSE
155
RUSSISCHE AUSGESTALTUNGEN
253
CHRISTOFORMITÄT IN RUSSLAND POSTCHRISTLICHE HABITUSMODELLE
455
LITERARISCHE TRANSFORMATIONEN
593
VENIÖKA ODER KENOTISCHE INTERTEXTUALITÄT BEI EROFEEV
791
KENOSE DER KENOSE UND KEIN SCHLUSS
919
APPARAT
925
BIBELSTELLENINDEX
1011
NAMENSINDEX
1017
Copyright

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