Der Gehalt der Notation für das musikalische Werk

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GRIN Verlag, Feb 3, 2011 - Music - 15 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Justus-Liebig-Universität Gießen (Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik), Veranstaltung: Fachdidaktische Konzeptionen: Notation im Unterricht, Sprache: Deutsch, Abstract: Im ersten Teil dieser Arbeit werde ich grundlegende Überlegungen zum Kunstwerk anstellen und dabei aus einem soziologischen Moment heraus der Frage, wann ein Werk »Kunst« sei, nachgehen. Dabei wird deutlich werden, dass ein Werk als ein solches erst angesehen wird, wenn es eine ästhetische Würdig- keit erfüllt; diese ist vornehmlich durch Innovation und Authentizität gegeben. Zudem wird immer klarer werden, dass eine Ähnlichkeit von Musik und Sprache besteht, nicht zu letzt deshalb, weil beide Medien »Etwas« in ähnlicher Weise vermitteln. Hieran knüpft sich dann der eigentliche Gedanke dieser Arbeit an, und zwar jener, dass die Notation lediglich in hinreichender Weise ein Werk darstellen kann. Dennoch erscheint die Rechtfertigung von Notation gegeben zu sein, da ohne sie der kulturelle status quo nicht gegeben wäre. Im zweiten Teil wird es um den Nachvollzug und das Aneignen von speziellen Fähigkeiten gehen, die auf das Erlernen von der ›musikalischen Sprache‹ ebenso zutreffen, wie aber auch auf den Erstsprach-Erwerb. Dabei werde ich den erkenntnistheoretischen Hintergrund, namentlich Donald Davidsons, darstellen und diesen in Adornos Wahrheitsbegriff einbetten, wodurch die gegebenen Gedankenmodelle klarer im Licht stehen sollen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der thematisierten Sprachähnlichkeit, denn der Aspekt der Verschriftlichung beider Medien, Musik und Sprache, bildet den notwendigen und hinreichenden Hintergrund für das Erkennen-Können, das für eine kulturelle Evolution, wie der abendländischen, konstitutiv ist. Im letzten Teil der Arbeit werde ich die im vorangegangen Kapitel behandelten Hintergründe direkt auf die Musik beziehen und durch Adornos Gedanken ›zur Musikpädagogik‹ weiter erläutern. Wobei sich auch zeigen wird, dass Adornos Thesen ›zur Musikpädagogik‹, die im gleichnamigen Aufsatz erläutert werden, sich sehr klar durch die Erziehung eines ›Experten‹ auszeichnen und sich somit gegen die Emanzipation von Laien-Musikern oder Dilettanten richten. Die sozio-strukturellen Probleme, die dadurch zustande kommen, dass nämlich nur die sogenannten ›Experten‹ die Musik verstehen, bilden mit dieser offenen Fragestellung den Abschluss dieser Arbeit: Werden die »echten« Werke, dadurch, dass nur die »Experten« diese verstehen können vielleicht hinfällig? Dienen somit die Forderungen der Adornoschen Musikpädagogik letztlich nur dem Fortbestehen und dem adäquaten Nachvollzug der sogenannten Kunstwerke; vielleicht nur als Selbstzweck?
 

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Adornos Forderungen Adornos Wahrheitsbegriff Adornoschen Ähnlichkeit beider Medien ästhetische Paradigma ästhetische Würdigkeit begriffsähnliche Momente begriffslose Erkenntnis besteht bloße Borgdorff Dialektik der Aufklärung Donald Davidson echten Gedanken erfolgt Erkenntnistheoretischer Hintergrund erläutert Erlernen der musikalischen Experten Fall fordert Adorno Frankfurt am Main Gedanken entgegenhalten Gehalt der Notation gestisch graphische Fixierung Grenzen der Tonsprache GRIN Verlag heißt histographischen Belege Holismus holistische Innovation und Authentizität Interpretation intersubjektive jeweils Kework Kalustian kommunikatives konstitutiv Kritische Theorie kulturelle status quo Kunstbegriff meinende Sprache Musik und Sprache musikalische Werk musikalischen Sinns musikalischen Sprache musikimmanenten Bedeutungen Musikpädagogik Musikwissenschaft Nachvollzug des musikalischen Negative Dialektik Nichtidentischen normativ-ästhetische Regeln Objekt objektivierbare Dinge objektivierbare Entitäten Ohren denken paradigmatischen Partitur Philosophie der Musik Philosophie Untersuchungen Prämissen R./Mahnkopf Referenz Rezipienten Semantik Sinn-Erfassung soll sollten somit Sprachähnlichkeit der Musik Subjekt Suhrkamp Symbol Symphonie syntaktisch-grammatikalischen systemimmanente Logik Teil dieser Arbeit Tonsatz Triangulationsmodelle triangulative unsere Verdinglichung Versuch über Musik Wahrheitswerte Wellmer Weltbezugs Werkausgabe Wittgenstein Wortsprache WWW.GRIN.com zumindest

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