Der Kampf zwischen Priestern und Leviten seit den Tagen Ezechiels: eine historisch-kritische Untersuchung

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F. Nagel, 1889 - Judaism - 140 pages
 

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Page 39 - Aber je mehr sie von den Priestern zurückgedrängt und von der Beteiligung an den heiligen Handlungen gewaltsam ausgeschlossen wurden, desto mehr näherten sie sich den niederen Tempelbeamten, die gleich ihnen unter dem Übermute der Ahroniden zu leiden hatten, und denen die Bundesgenossenschaft der Leviten sehr gelegen kam. Die Sänger waren ohnehin infolge der Kultusentwickelung beim Volke im Ansehen sehr gestiegen, der liturgische Gesang, der dem Opferwesen eine erhöhte Weihe verlieh, wurde...
Page 12 - Thatsacho spricht so deutlich, dass jedes Missverständnis ausgeschlossen ist, für den tiefgehenden Zwiespalt zwischen Priestern und Leviten. Wir finden hier einen Gegensatz ausgeprägt, den weder religiöse Begeisterung noch Sehnsucht nach dem Stammlande zu mindern vermögen. Die Landpriesterschaft, zu ohnmächtig, um ihren historisch begründeten, aber dem Vorrange Jerusalems widerstreitenden Ansprüchen Geltung zu verschaffen, versucht wenigstens durch passiven Widerstand einigermassen Vergeltung...
Page 21 - Ihm lag besonders daran, den Leviten eine unabhängige Stellung zu verschaffen, und er setzte es auch durch, nicht nur dass der Zehnte des Bodenertrages . ausschliesslich den Leviten überlassen, sondern dass ihnen auch das Recht eingeräumt wurde, die Verzehntung im ganzen Lande selbst vorzunehmen, damit sie nicht von irgend jemand in ihren Gebühren 'gekürzt werden könnten.
Page 40 - Freilich konnten diesem Bunde auf die Dauer die Thorwärter nicht fern bleiben. Sie, die ein volles Jahrhundert hindurch mit den Sängern gleiche Interessen verfolgt und alle Wechselfälle des Schicksals mit ihnen geteilt hatten, konnten unmöglich von diesen jetzt preisgegeben werden, mussten vielmehr notwendigerweise an der Rangerhöhung teilnehmen, durch welche jene zu Leviten gemacht waren.
Page 52 - Nur damals, als die Leviten durch ihre Vereinigung mit den Sängern und Thorwärtern zu hoher Macht gelangt, sich wichtige Tempelfunktionen erobert und überhaupt eine angesehene soziale Stellung erlangt hatten, konnten sie mit Aussicht auf Erfolg den kühnen Versuch machen, Priestervorrechte zu beanspruchen und sich zunächst einen Anteil an der Darbringung des Räucherwerkes zu...
Page 55 - Ahroniden gänzlich, der Nimbus, der um das Haupt der Priester schwebte, zeigte sich im entscheidenden Augenblicke als ein so mächtiger Faktor, dass alle von den Leviten angeknüpften Verbindungen mit angesehenen und hervorragenden Männern vergeblich blieben und das Priestertum einen glänzenden Sieg erfocht.
Page 15 - Verhältnis bestanden zu haben , da die ersteren auf die Unterstützung der letzteren beim Opferdienste angewiesen waren, und die Leviten hinwiederum wegen ihrer geringen Anzahl von den Priestern abhängig blieben und es nicht wagen durften, ihnen eines ihrer Vorrechte streitig zu machen.
Page 130 - Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme ward erhört, und ihr Gebet kam zu seiner (Jehova's) heiligen Wohnung im Himmel...
Page 7 - Die Priester- und Levitenrangordnung war daher für den Augenblick keine brennende Frage, konnte vielmehr in aller Ruhe erwogen werden, da sie voraussichtlich für längere Zeit noch keine praktische Bedeutung hatte.
Page 19 - Das Lehramt, das Richteramt, kurz alle Ehrenstellen, die nicht bereits durch das Gesetz oder durch ein geheiligtes Herkommen den Ahroniden zugeteilt waren, sollten als das Patrimonium der Leviten gelten.

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