Der Ort des Jüdischen in der katholischen Theologie

Front Cover
Gerhard Langer, Gregor Maria Hoff
Vandenhoeck & Ruprecht, 2009 - Religion - 333 pages
English summary: This book attmpts to examine the importance of Judaism and Jewish theology in the different fields of catholic theology. German text. German description: Der vorliegende Sammelband nimmt Mass an der Bedeutung, die die Israeltheologie und das Judentum in den einzelnen Fachern hatten und haben. Karl Barth hat darauf hingewiesen, dass der Verlust des Judenchristentums einen unersetzbaren theologisch-kirchlichen Verlust bedeutet. Damit weist er in die Richtung, in die sich das Buchprojekt bewegt. Ueber Jahrhunderte war bereits diese Frage unmoglich. Es erscheint bis heute als ein Bruch mit einer langen Erinnerungstradition, dass diese Frage als Ausgangspunkt einer theologischen Disziplingeschichte gewahlt wird. Diese Geschichte nimmt sich dabei in weiten Teilen als eine Disziplinierung Israels aus. Dass Israel mit Paulus die bleibende Wurzel des Christentums sei, hat sich theologisch bis in die Gegenwart nicht wirklich durchgesetzt. Stattdessen begegnet man immer wieder offenen oder versteckten Formen einer Verdrangung oder gar Ersetzung Israels durch Konzepte und Methoden christlicher Theologie. Erst nach der Shoah und katholisch im Zuge der Umstellungen des 2. Vatikanischen Konzils verandert sich die theologische Ausgangslage. Nach den Grunden und den Konsequenzen, nach den Voraussetzungen und der Bedeutung dieses theologisch-kirchlichen Befunds fragt dieser Band. Das entsprechende Problem wird methodologisch umgesetzt: Die Bestimmung Israels als locus theologicus wird zum zentralen Angelpunkt einer Ortsangabe der christlichen Theologie. Dann aber muss man weiterfragen: Warum wurde dies notwendig? Seit wann ist dies moglich? Und was verandert sich im Blick auf unser theologisches Wissen? Diese Fragen leiten die Disziplingeschichte der Theologie im doppelten Sinn an. Es geht um die Ortsbestimmungen des Judischen in den einzelnen Disziplinen. Und es geht um die Disziplinierung des Judischen durch die Theologie. Es geht um Verdrangungen, Ersetzungen. Es geht darum, Israel als verworfenen Teil theologisch wahrzunehmen.

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Contents

Einleitung
7
Hans Paarhammer
12
Marlis Gielert
44
Copyright

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