Der Palazzo Farnese in Rom: Antonio da Sangallo d.J. / Michelangelo

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GRIN Verlag, Mar 26, 2010 - Architecture - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1.7, Freie Universität Berlin (Kunsthistorisches Institut), Veranstaltung: -PS- Palastarchitektur der Renaissance in Italien, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Bau des Palazzo Farnese hat 1516 begonnen und ca. siebzig Jahre gedauert. Sogar für damalige Verhältnisse stellt dies eine relativ lange Bauzeit dar, in der der Palast unterschiedliche stilistische Änderungen und Umbauten erfahren hat. Diese sind auf die drei großen Architekten und ihre architektonischen Vorstellungen zurückzuführen. Die Bauzeit lässt sich somit in drei Hauptphasen gliedern. Die erste Bauphase wurde von Antonio da Sangallo geleitet. Seine Bautheorie war sehr von den antiken Vorbildern geprägt, was u.a. an den Hofloggien des Erdgeschosses besonders gut zu sehen ist. Dennoch hat er eine neue Bauweise in den römischen Palastbau eingeführt, die den florentinischen Palastbau mit klaren antiken Elementen verbindet. Damit gehört seine Denk- und Bauweise zu der Hochrenaissance des römischen Palastbaus. Ganz anderes waren Michelangelos Vorstellungen für den Palast. Mit Rücksicht auf Sangallos Baupläne führte er minimale Änderungen in den Bau ein, die aber großen Effekt auf die gesamt Erscheinung des Baus hatten. Im Gegensatz zu Sangallo war seine Denkweise dem Ganzen und nicht den Einzelheiten gewidmet. Die Ästhetik gewann bei ihm meistens die Oberhand, ohne jedoch das Praktische und Funktionelle ganz zu vernachlässigen. Der dritte und letzte Architekt, Giacomo della Porta, kehrte wieder zu den originalen Bauplänen von Sangallo zurück, die er aber im Rahmen seiner eigenen stilistischen Vorstellungen ausführte. Ihm sind die Lösung der Raumnot sowie die zweite Fassade an der Tiberseite zu verdanken. Obwohl der Palast vielseitige stilistische Einflüsse erfahren hat, blieb sein einheitliches und harmonisches Erscheinungsbild unbeschädigt. Dank seiner schlichten Fassadengliederung wurde er zum Vorbild vieler später gebauter Paläste.
 

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