Der Städtebau und dessen Leitbilder in der DDR

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GRIN Verlag, 2010 - Cities and towns - 76 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 2,3, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Geowissenschaften), Veranstaltung: Oberseminar Wirtschafts- und Sozialgeographie, Sprache: Deutsch, Abstract: Städte sind das Abbild gesellschaftlicher Verhältnisse und Prozesse. Deshalb verwundert es nicht, dass die Gestalt ostdeutscher Städte westdeutschen Städten in vielerlei Hinsicht nicht ähnelt, entwickelten sich beide Staaten doch über Jahrzehnte in unterschiedlichen Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen. Der Stadtentwicklungsprozess wurden geleitet von städtebaulichen Leitbildern, die sich im Laufe der 40-jährigen Geschichte der DDR mehrmals veränderten und damit u.a. zu Verschiebungen im städtebaulichen Fokus führten. Der mit dem Sozialismus verbundene Zentralismus staatlicher Funktionen spiegelte sich auch im Städtebau wider. Die SED als oberstes Staatsorgan lenkte den Staatsaufbau inkl. des Städtebaus in zentralistischer Manier. Deren politische Entscheidungen hatten maßgeblichen Einfluss auf die Phasen der städtebaulichen Entwicklung. Die bauliche Entwicklung der Stadt stand im Vordergrund, da "die Stadt der sozialistischen Gesellschaft - als kulturvollste und wirtschaftlichste Form der menschlichen Siedlungen" galt. Das Ziel war die Entwicklung eines sozialistischen Stadttyps, der abhängig von gesellschaftspolitischen Grundlagen des Sozialismus und dem Stand der Entwicklung der Produktivkräfte, so gestaltet werden sollte, dass die Stadtgestalt die Stärke und Macht des Sozialismus repräsentieren würde. Durch die Kriegszerstörungen bot sich mit dem Wiederaufbau die Chance, neue politische Ansichten auch städtebaulich umzusetzen. Mit der fortschreitenden Spaltung Deutschlands und der damit verbundenen Integration beider deutschen Staaten in unterschiedliche Gesellschaftssysteme änderten sich die Voraussetzungen für Raumordnung und Städtebau in Ost und West. Die
 

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Contents

Wiederaufbau der Städte bis 1955
4
Industrialisierung des Bauwesens8 5 1 Auswirkungen auf Städtebau
8
Städtebau in den 60er Jahren
11
Der komplexe Wohnungsbau
15
Der Städtebau in den 70er Jahren
19
Stadterneuerung und innerstädtisches Bauen in 80er
23
Copyright

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16 Grundsätze Altbaugebieten Altbausubstanz architektonischen Leitbildes Aufbaugesetz Aufbaustädte aufgelockerten Bauakademie der DDR baulichen Baumethoden Bausubstanz Bautechnologie Bedeutung Beispiel Berlin Dementsprechend Deutsche Bauakademie Einfluss Elemente Ende der 1960er entstanden errichteten Errichtung ersten Flagge Fließfertigung Forderungen Funktionalismus Fußgängerzonen Gebäude gegliederte Stadt geschaffen gesellschaftlichen Einrichtungen gesellschaftlichen Zentren gestalteten gleichzeitig große großflächige Großsiedlungen Grundsätze des Städtebaus Gründung der DDR Herausbildung historischen Hoyerswerda Industrialisierung des Bauwesens industriellen innerstädtisches Bauen Jahre Karl-Marx-Allee kompakten Stadt konnte kulturellen Leitbild der nationalen Magistrale Mitte der 1960er Modernisierung möglich Monotonie musste nationalen Bautraditionen Neubau neue städtebauliche Phase Planung politische Prämissen randstädtischen realisiert Richter Rietdorf Rostock siehe Abb Siehe Topfstedt sollte sowjetischen Sowjetunion sozialen Sozialismus sozialistische Lebensweise sozialistischen Stadt sozialistischen Städtebau sozialistischen Städtebaus sozialistischen Wohnkomplexes Städtebau der DDR städtebaulich-architektonischen städtebauliche Entwicklungen städtebauliche Leitbild städtebaulichen und architektonischen Stadtgestalt städtischen Struktur Stadtstruktur Stalinallee stark Straßen Trabantenstädten Vielfalt vielgeschossige Wallert wichtigen Wiederaufbau wirtschaftlichen Wohneinheiten Wohngebiete Wohnsiedlungen Wohnungen Wohnungsbau Wohnungsproduktion zentralen Platz Ziel zuvor

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