Der Trainerwechsel im Profisport aus arbeitsrechtlicher Sicht: Befristung und Auflösung von Trainerverträgen

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GRIN Verlag, Oct 19, 2010 - Law - 43 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht, Note: 15 Punkte, Universität Regensburg (Prof. Dr. Steiner, Bundesverfassungsrichter a.D.), Veranstaltung: Forschungsarbeit - Promotion, Sprache: Deutsch, Abstract: 27. April 2009. Der FC Bayern München entlässt Jürgen Klinsmann als Trainer. Jupp Heynckes übernimmt für den Rest der Saison dessen Aufgabe als Trainer. Am 1. Juli 2009 stellt der FC Bayern Louis van Gaal als neuen Chef-Trainer der Fußballbundesligamannschaft ein. Jupp Heynckes wechselt zu Bayer 04 Leverkusen. Bereits am 23. November 2009 kritisiert der Vorstandvorsitzende der FC Bayern AG, Karl-Heinz Rummenigge, Louis von Gaal aufgrund der schlechten sportlichen Leistung der Mannschaft öffentlich in Medien, was neuerliche Spekulationen um eine weitere Entlassung des derzeitigen Cheftrainers des FC Bayern auslöst. Betrachtet man derartige Meldungen in den Medien, wird schnell klar, dass Trainerwechsel im Bereich des Profisports eine eigene Dynamik aufweisen. Ist die Mannschaft erfolglos, wird der Trainer entlassen und ein neuer Trainer eingestellt. Begriffe wie „Trainerkarussell“, der Stuhl des Trainers „wackelt“ bzw. an ihm wird „gesägt“ prägen die Medienlandschaft. Es erscheint oftmals so, als würden arbeitsrechtliche Grundsätze, welche in Bereichen des normalen Arbeitslebens gelten, im Bereich des Sports keine Anwendung finden. So ist beinahe jeder Arbeitsvertrag eines Trainers befristet, obwohl unbefristete Arbeitsverträge die Regel, befristete Arbeitsverträge hingegen die Ausnahme sein sollten. Denn nur durch diesen Grundsatz kann eine Umgehung des Kündigungsschutzes durch eine Aneinanderreihung von zahlreichen befristeten Verträgen verhindert werden. Auch heißt es in den Medien oft, der Verein habe den Trainer mit sofortiger Wirkung entlassen. Auch dies mutet in Anbetracht von Kündigungsfristen und Kündigungsschutzvorschriften seltsam an. Aber finden arbeitsrechtliche Grundsätze auf Trainerwechsel wirklich keine Anwendung? Oder gelten für den Bereich des Sports aufgrund der Vereins- und Verbandsautonomie gar Sonderregeln? Die Ausarbeitung beschäftigt sich daher ausgiebig mit dem Phänomen des Trainerwechsels im Bereich des Profisports und erörtert dabei arbeitsrechtliche Problematiken wie beispielsweise der Befristung und Kündigung von Trainerverträgen.
 

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14 TzBfG 611 BGBAbhängigkeit allerdings allermeisten Fällen Anwendung des Verschleißtatbestandes Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitnehmereigenschaft Arbeitsleistung Arbeitsrecht im Sport Arbeitsrechtshandbuch Arbeitsverhältnissen Arbeitsverträgen mit Sporttrainern Ascheid/Preis/Schmidt/Backhaus Aufhebungsvertrag Auflage 2008 zitiert außerordentliche Kündigung befristete Trainerverträge Befristeter Arbeitsvertrag Befristung von Arbeitsverträgen Befristung von Trainerverträgen Bereich des Sports Betreuung Betriebsübergang Breucker Bruns C.H. Beck München Cheftrainer daher Dienstvertrag Dieterich Drittmittelfinanzierung Druckkündigung im Sport Einzelsportarten ErfK/Müller‐Glöge FC Bayern München FC Porto Handbuch Sportrecht hierzu hingegen Hromadka/Maschmann Hueck/Nipperdey Jupp Heynckes Jürgen Klinsmann kollektiven Arbeitsrecht Kündigungsrecht leitender Angestellter Louis van Gaal Mannschaft Mannschaftssport Mannschaftssportarten Medien meist Nolte/Horst ordentliche Kündigung Persch persönlichen Abhängigkeit Praxis Rechtsprechung Regel Rüsing Sachgrund sachlichen Grund Satz 1 TzBfG Satz 2 KSchG Schaub/Linck Schaub/Vogelsang Schimke schwere Nachteile somit Sponsoren Sportarbeitsrecht Sportart Sportlicher Misserfolg SpuRt Trainer Trainerverträgen im Spitzensport Trainerwechsel unwirksam Verein bzw Vereine und Verbände Verlag C.H. Beck Verschleißtatbestandes im Sport Vertrages Vorliegen Weisungsgebundenheit weitere Zusammenarbeit Wüterich/Breucker Zöllner/Loritz

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