Der allgemeine Kündigungsschutz

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GRIN Verlag, Feb 19, 2005 - Law - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht, Note: 1,7, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Veranstaltung: Arbeitsrecht, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen des Arbeitsvertragsrechts regelt das Kündigungsschutzrecht den Ausgleich zwischen den Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Deren Rechtspositionen sind letztlich aus den im Grundgesetz verankerten Grundsätzen der Vertragsfreiheit, der Berufsfreiheit, der Garantie des Eigentums und der Gleichheit entwickelt worden. Ziel des Kündigungsschutzrechts ist es, einen bestmöglichen Ausgleich zwischen diesen Interessen zu schaffen. Hierbei wird es maßgeblich durch die laufende Rechtsprechung der Arbeitsgerichte geprägt, welche sich um eine verfassungskonforme Auslegung der Generalklauseln des KSchG bemühen. Der Arbeitnehmer soll darauf vertrauen, sich seines einmal erworbenen Arbeitsplatzes insoweit sicher sein zu können, dass der Arbeitgeber ihm diesen nur unter gesetzlich normierten Voraussetzungen wieder entziehen kann. Er ist so gegen die Nachteile aus einer einseitigen Beendigung seines Arbeitsverhältnisses und den damit unmittelbar verbundenen materiellen und sozialen Folgen geschützt. Gesamtgesellschaftlich stellt der allgemeine Kündigungsschutz ein wichtiges Regulativ im Rahmen einer sozialen Marktwirtschaft dar, da Hindernisse für die willkürliche Entlassung von Arbeitnehmern geschaffen werden. Der Kündigungsschutz im weiteren Sinne erfasst hierbei alle Regelungen, welche die Möglichkeiten des Arbeitgebers zur Auflösung eines Arbeitsverhältnisses einschränken oder diese an einen Nachteilsausgleich knüpfen. So sind beispielsweise die Verlängerung gesetzlicher Fristen der Kündigung oder die Vorschriften über Massenentlassungen unter den Begriff des Kündigungsschutzes zu fassen, obwohl diese lediglich den Zeitpunkt der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses aufschieben und nicht die Rechtswirkung der Kündigung an sich berühren. Eine engere Definition soll hier solche Rechtsnormen umfassen, die die Möglichkeiten des Arbeitgebers zur Aussprache von wirksamen Kündigungen gegenüber den Arbeitnehmern einschränkt, die nicht bereits aufgrund spezieller Gesetze besonderen Schutz genießen. Diese sind vor allem im allgemeinen Kündigungsschutz des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) normiert.
 

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13 KSchG Abfindungsanspruch Abmahnung allgemeine Kündigungsschutz Änderung der Arbeitsbedingungen Änderungskündigung Anwendungsbereich des KSchG Arbeit Arbeitnehmer im Rahmen Arbeitsgerichte Arbeitsplatzes Arbeitsverhältnis Arbeitsvertrags Auflage Auflösung eines Arbeitsverhältnisses außerordentliche Kündigungen beitgeber beitnehmer bestehen Beteiligung des Betriebsrates Betriebe mit regelmäßig betriebliche Interesse betriebsbedingte Kündigung BetrVG Brox/Rüthers/Henssler BverfG drei Wochen Dringende betriebliche Erfordernisse Erforderliche Betriebsgröße Erkrankungen des Arbeitnehmers erneute Kündigung Fehlverhalten Gekündigten Gesetz grobe Fehlerhaftigkeit Gründe im Verhalten Grundgesetz Grundriss des Arbeitsrechts gung hierbei hierzu Klage des Arbeitnehmers Kleinunternehmen krankheitsbedingten KSchG Anwendung KSchG mit Ausnahme KSchG sozial Kündigung gem Kündigung muss Kündigung zu erheben Kündigungsfrist Kündigungsschutzgesetz Kündigungsschutzrecht laufende Rechtsprechung lediglich Maßgabe Möglichkeiten des Arbeitgebers Person des Arbeitnehmers Präklusion des KSchG Rechtfertigung der Kündigung Rechtsfolgen der Kündigungsschutzklage sittenwidrige und sonstige somit sonstige Kündigungen sozial ungerechtfertigt Sozialauswahl gem Soziale Rechtfertigung sozialen Marktwirtschaft ultima ratio-Prinzip Unternehmens unwirksam Vergleichsgruppen Verhalten des Arbeitnehmers verhaltensbedingten Kündigung Weiterbeschäftigung Weiterbeschäftigungsmöglichkeit Wiedereinstellungsanspruch Wochen nach Zugang Zahlung einer Abfindung Zulassung verspäteter Klagen zumutbar

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