Der aufsatz in der muttersprache: Die anfänge des aufsatzes im dritten schuljahre, 1900

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Page 10 - Lehrplan und Instruktionen für den Unterricht an den Gymnasien in Österreich, 2. Auflage, Wien 1900 weisen der 1. Klasse — also, da nur 8 Klassen vorhanden sind, im Effekte ebenfalls dem 5. Schuljahre, folgende Aufgaben zu: „Schriftliche Arbeiten. Dieselben sind zuerst ausschliesslich Diktate, vorwiegend zu orthographischen Zwecken und erfolgen wöchentlich; später (doch noch im 1. Semester) wechseln sie in wöchentlicher Abfolge mit Aufsätzen. Im 2. Semester orthographische Übungen jede...
Page 27 - Es wurden 24 Kinder aufgenommen. In der Sprachentwickelung standen die meisten zurück. Das erklärt sich daraus, dass die Väter, zum grossen Teil Maurer, Zimmerleute, auswärts arbeiten, und die Mütter sich ebenfalls bei fremden Leuten Verdienst suchen; die Kinder sind demnach meist sich selbst überlassen. Den Satz: „Ich bin in der Schule" konnten nur 16 ohne Fehler nachsprechen.
Page 26 - die sprachliche Entwickelung war ganz gering. Viele konnten die Laute r, k, g, ch, j, h, seh, z nicht oder nur sehr unvollkommen aussprechen. Keines der Kinder ausser denen, die den Kindergarten besucht hatten oder in der Kleinkinderbewahranstalt gewesen waren, vermochte einen Gedanken selbständig, ohne Vorsagen, in einem kleinen Sätzchen auszudrücken; sie ]) Bei HABTMANK aa S. 112. antworteten nur in einzelnen abgerissenen Wörtern und kamen beim Erzählen nicht über einzelne abgerissene Satzbrocken...
Page 10 - Semester) wechseln sie in wöchentlicher Abfolge mit Aufsätzen. Im 2. Semester orthographische Übungen jede zweite Woche; Aufsätze monatlich 2, abwechselnd Schul- und Hausarbeiten." Und so ist es überall. Man muss darüber um so mehr erstaunt sein, als die Volksschule in diesem Punkte längst richtigere Ansichten hat. So bestimmt z. B. der Lehrplan für die einfachen Volksschulen des Königr. Sachsen v. 5. Novbr.
Page 32 - Element in Schillers ganzer Poesie. Wodurch sind die zahlreichen Monologe in der Iphigenie und im Tasso bedingt? Welcher Fortschritt in der Weltanschauung des Dichters zeigt sich in Schillers dramatischen Jünglingscharakteren?" „Wenn der Schüler auf diese Weise nach und nach zu den Höhen, die eine weitere Umsicht verstatten, geführt worden, so wird ihm die Geschichte der Entstehung der gelesenen Werke, der Nachweis ihres Zusammenhanges mit der Weltansicht des Dichters und mit seinem Bildungsgange...
Page 32 - Warum kann und will der Dichter kein Philosoph sein? Wie würde der Graf Caylus über Klopstocks Messias geurteilt haben? Sind Goethes Iphigenie und Tasso keine Dramen? Was sind sie sonst? Ist der Schluß des Goetheschen Tasso im Sinne...
Page 33 - Gegebene in sich verarbeitet, wie fest und sicher sich angeeignet hat. Das Leisten folgt dem Empfangen; aber wenn der Schüler zurückgegeben...
Page 18 - Schiller 32 ) macht darauf aufmerksam, dass kein Mensch imstande ist, bei einer Lektüre Inhalt und Sprache gleichmässig mit gleicher Aufmerksamkeit zu umfassen. Auf der gleichen Tatsache beruht es, wenn bei einem Sangeswettstreit die Preisrichter unter sich die Rollen verteilen, derart, dass einer derselben nur auf die Richtigkeit der Tongebung, der zweite nur auf Vokalisation, der dritte nur auf Fülle, Stärke und Weichheit, der vierte auf richtiges Ein...
Page 10 - erste Versuche im schriftlichen Nacherzählen, im ersten Halbjahre in der Klasse, im zweiten auch als Hausarbeit.

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