Deutsche Sorgen in Ungarn: Studien und Bekenntnisse

Front Cover
E. Strache, 1918 - Banat - 179 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 133 - Aus einer Wüste ward ein blühend' Eden, Aus Sümpfen hob sich eine neue Welt. Von diesem Land laßt deutsch und treu uns reden, Verachten den, der's nicht in Ehren hält.
Page 149 - Gesetz nicht verfügt, zu den Agenden des Unterrichtsministers. Da aber der Erfolg des öffentlichen Unterrichtes vom Standpunkte der allgemeinen Bildung und des Gemeinwohles eines der höchsten Ziele auch des Staates ist, so ist dieser verpflichtet, dafür zu sorgen, daß die in größeren Massen zusammenlebenden Staatsbürger, welcher Nationalität immer, sich in der Nähe der von ihnen bewohnten Gegend in ihrer Muttersprache bis zu dem Punkte ausbilden können, wo die höhere akademische Bildung...
Page 133 - Land durchschnitten, wird deutsch die Erde, und er weicht nicht mehr. Wer mag den Schwaben fremd in Ungarn schelten? Hier saß vor ihm der Türke, der Tatar. Er will als Herr auf seiner Scholle gelten, ist Bürger hier und nicht dein Gast, Madjar! Er hat geblutet in Prinz Eugens Heeren, vertrieb den Feind, der hier im Land gehaust. Dein eigner König rief ihn einst in Ehren: „Pflüg mir den Boden, wackre Schwabenfaust!
Page 132 - Väter treu und schlicht. Doch frißt der Sturm ihr seliges Frohlocken, und Blitz auf Blitz zerstört das Friedenslicht.
Page 133 - Wunderwaffen da seien. Die Widersprüche waren mitunter mehr als peinlich. Früher sprach man immer von den Kolonistenbauern, die nicht wanken und nicht weichen. „Denn wo des Schwaben Pflug das Land durchschnitten, wird deutsch die Erde und er weicht nicht mehr" (Adam Müller-Guttenbrunn). Nun mußten wir ihn selbst notgedrungen zum Weichen und zur Flucht verleiten. Oft war es so, daß man die Evakuierung als „Pflicht", das Hierbleiben aber als „Verrat" hinzustellen versuchte. Obwohl sich hinter...
Page 133 - Wer mag den Schwaben fremd in Ungarn schelten? Hier saß vor ihm der Türke, der Tatar. Er will als Herr auf seiner Scholle gelten, Ist Bürger hier und nicht dein Gast, Madjar! Er hat geblutet in Prinz Eugens Heeren, Vertrieb den Feind, der hier im Land gehaust. Dein eigner König rief ihn einst in Ehren: „Pflüg' mir den Boden, wackre Schwabenfaust l" Aus einer Wüste ward ein blühend' Eden, Aus Sümpfen hob sich eine neue Welt.
Page 110 - Arbeit nur war unser Element, das Stückchen Feld, das wir bebauten, unsere Welt, das einzige Ziel, nach welchem wir gemeinschaftlich strebten, war: fleißige Bauern und treugehorsame Untertanen zu sein.
Page 112 - Allerhöchstdieselben möge auch uns, etwa unter dem Namen eines deutschen Grafen, nach dem Vorbilde des SachsenGrafen in Siebenbürgen, ein unmittelbares Oberhaupt einzusetzen geruhen.
Page 112 - Bitte abdrangen. Nochmals wiederholen wir es: wir wollen Unterthanen eines großen Staates sein, in dem es nicht Ungarn, nicht Böhmen, nicht Polen oder Serben, in dem es nur glückliche, auf ihre allgemeine Nationalität stolze...
Page 111 - Comitat wohnenden Deutschen einen integrierenden Theil dieser Woiwodschaft ausmachen sollten. Kaum befreit von dem Drucke einer anderen Nationalität, kaum die Süßigkeit kostend, unsere Muttersprache auch in öffentlichen Geschäften gebrauchen zu dürfen, sollen wir, der zahlreichere, in Sprache und Abstammung dem Erlauchten Kaiserhause verwandte Stamm, den minder zahlreichen, als Anhängsel zugegeben werden?

Bibliographic information