Deutsche in Namibia

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GRIN Verlag, 2007 - 92 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevolkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 1,3, Universitat Potsdam (Geographisches Institut), Veranstaltung: Nationale Minderheiten in Deutschland - Deutsche Minderheiten im aussereuorpaischen Ausland, 44 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das an der Sudwestkuste Afrikas gelegene Namibia ist wahrhaftig ein Land merkwurdiger Kontraste. Trotz seiner Grosse ist das Land eins der am dunnsten besiedelten Lander Afrikas mit einer geschatzten Einwohnerzahl von 1,83 Millionen Menschen. Die Bevolkerung Namibias ist vielfaltig und variiert vom Hirtenvolk der Himba im Nordosten und San im Osten zu Weissen europaischer Herkunft," kann der interessierte Leser auf der Website der nambischen Botschaft in Deutschland erfahren. Innerhalb dieser weissen Bevolkerungsgruppe stellt die deutschstammige Minderheit mit ihren rund 20.000 Mitgliedern nach den Buren den zweitgrossten Exponenten. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Zahl besitzen sie aufgrund ihrer okonomischen Potenz eine grosse Bedeutung fur das erst seit 21.03.1990 unabhangige Land. Ihre Existenz kann aber nur verstanden werden, wenn ihre Entstehungsgeschichte im Kontext des Kolonialismus des spaten 19. Jahrhunderts betrachtet wird. Daher wird ein Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Beleuchtung der historischen Zusammenhange liegen. Dies unter besonderer Berucksichtigung der deutschen Kolonialzeit, welche zwar nur rund 30 Jahre von 1884 bis 1915 umfasste, aber aufgrund ihrer Pragekraft noch heute massive Spuren im psychischer und physischer Form hinterlassen hat. Weiterhin soll ein zweiter Schwerpunkt auf der heutigen Situation der Deutsch-Namibier liegen. Dabei werden folgende Fragen im Mittelpunkt stehen: Existiert eine spezifisch deutsche Identitat im Land? Falls ja, wie manifestiert sich diese und welche Ursachen h
 

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Page 13 - Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber oder Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volk zurück, oder lasse auf sie schießen. Dies sind meine Worte an das Volk der Herero. Der große General des mächtigen Kaisers, von Trotha.
Page 13 - Diese kühne Unternehmung zeigt die rücksichtslose Energie der deutschen Führung bei der Verfolgung des geschlagenen Feindes in glänzendem Lichte. Keine Mühen, keine Entbehrungen wurden gescheut, um dem Feinde den letzten Rest seiner Widerstandsfähigkeit zu rauben; wie ein halb zu Tode gehetztes Wild war er von Wasserstelle zu Wasserstelle gescheucht, bis er schließlich willenlos, ein Opfer der Natur seines eigenen Landes wurde. Die wasserlose Omaheke sollte vollenden, was die deutschen Waffen...
Page 13 - Sie müssen jetzt im Sandfeld untergehen oder über die Betschuanagrenze zu gehen trachten. Dieser Aufstand ist und bleibt der Anfang eines Rassenkampfes, den ich schon 1897 in meinem Bericht an den Reichskanzler für Ostafrika vorausgesagt habe14.
Page 10 - Erst nach dem militärischen Sieg im Krieg gegen die Herero und Nama wurde die direkte Herrschaft zumindest für die im Zentrum und im Süden des Schutzgebietes lebende indigene Bevölkerung verwirklicht.
Page 14 - Gesellschaft (1885-1890)", in: Peter Heine/Ulrich van der Heyden (Hg.), Studien zur Geschichte des deutschen Kolonialismus in Afrika, Pfaffenweiler 1995, S.
Page 5 - Jürgen (Hg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904 - 1908) in Namibia und seine Folgen, Berlin 2003, S.
Page 27 - Ihr habt unsere Menschen in diesem Land umgebracht - glaubt ihr, wir vergessen das einfach so? Und dann schreiben sie noch diesen Unsinn! Wenn sie damit nicht aufhören, werden wir uns mit Ihnen direkt befassen!
Page 15 - Strategische Orientierung und Erinnerungspolitik am Beispiel des »Heroes Day« der Witbooi in Gibeon, in: Zeller, Joachim / Zimmerer, Jürgen (Hg.): Völkermord in DeutschSüdwestafrika.
Page 15 - ... DeutschSüdwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904 - 1908) in Namibia und seine Folgen, Berlin 2003, S. 180 - 191, hier S. 186. 47 Vgl. Melber, Henning: »Wir haben überhaupt nicht über Reparationen gesprochen«.
Page 14 - Eckert, Andreas: Namibia - ein deutscher Sonderweg in Afrika? Anmerkungen zur internationalen Diskussion, in: Zeller, Joachim / Zimmerer, Jürgen (Hg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika.

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