"Die Brücke" zwischen Staatskunst und Verfemung: expressionistische Kunst als Politikum in der Weimarer Republik, im "Dritten Reich" und im Kalten Krieg

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Franz Steiner Verlag, 2005 - History - 124 pages
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Im Jahr 2005 wird die Kuenstlergruppe Bruecke 100 Jahre alt. Mit zahlreichen repr sentativen Ausstellungen und wissenschaftlichen Tagungen wird das Jubil um jener Kuenstlergruppe gefeiert, die zusammen mit dem Blauen Reiter ma geblich zum Weltruf expressionistischer Kunst beitrug. W hrend die heutige Position expressionistischer Kunst auf dem Kunstmarkt und in der internationalen Kunstgeschichtsschreibung als integraler Bestandteil der Klassischen Moderne unangefochten ist, zeigt die Perspektive einer explizit politischen Rezeptionsgeschichte dieser Kuenstlergruppe das wechselvolle Schicksal der Bruecke-Kuenstler in den verschiedenen politischen Systemen. Zwischen 1919 und 1989 wurden E. L. Kirchner, K. Schmidt-Rottluff, E. Nolde, E. Heckel, M. Pechstein und O. Mueller mal als Kuenstlerstars offiziell hofiert, mal versto en, oftmals jedoch politisch funktionalisiert. Entscheidende Hilfsdienste leistete dabei die Kunstgeschichtsschreibung und -kritik, die den Expressionismus als deutschen Nationalstil etikettierte. Erst mit dem Ende des Zeitalters der Extreme entpolitisiert sich der Blick auf die Bruecke .
 

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Contents

Der Weg der Kunstgeschichtsschreibung und
7
Künstlerstar der Weimarer Republik
20
Der Reichskunstwart und die Künstler der Brücke
33
Vom nordischen Expressionismus zur Entarteten Kunst
46
Max Pechstein verhaßter Repräsentant der Weimarer Republik
61
Der Höhepunkt der Kampagne Entartete Kunst
77
Die BrückeKünstler als Symbolfiguren westlicher Freiheit
94
Max Pechsteins wechselhafte Nachkriegskarriere
107
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