Die Dame mit der Peitsche: Das exzentrische Leben der Lola Montez

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epubli, Feb 13, 2013 - Fiction
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IN MEMORIAM Lola Montez, Ludwigs heiß geliebter Lolitta alias Die Dame in Schwarz alias Die Dame mit der Peitsche - Muse und Mätresse Seiner Majestät von Bayern - alias Elizabeth Rosanna Gilbert alias Mrs. Eliza James alias Maria Dolores de Porris y Montez alias Mrs. Leigh alias Marie Gräfin von Landsfeld alias Mrs. Heald - Luder und Hure der ehrenwerten Bürger von München - Geboren in den Jahren von 1820 bis 1825 ad libitum - Totgesagt erstmalig Anno Domini 1860 - Tatsächlich gestorben an nur einem Tag Anno Domini 1861, aber jünger als auf dem Grabstein angegeben.“ Wer war diese Frau mit den vielen Namen wirklich? Die Tänzerin, welche die Provokation um der Provokation willen liebte, brachte Ludwig I. um Verstand und Thron. Lola, die Tabak rauchte, Pistole und Dolch bei sich trug, mit einer Riesendogge und Reitpeitsche durch München stolzierte und jedem, der ihr widersprach oder nicht passte, ins Gesicht schlug, vereinte alle Schichten der Bevölkerung in einer Front der Verachtung und des Hasses. Sie war „das hergelaufene Mensch“, das den König ausnahm wie eine goldene Gans. Ohne viel Menschenkenntnis ließ sie sich mit den absurdesten Existenzen ein sowie mit dem Studentenkorps der Alemannen, die sie zu beschützen versuchten. Allerdings kompromittierte sie mit diesen Gefährten den König, als der Verdacht auftauchte, dass sie einigen unter ihnen Genüsse gewährte, die Ludwig nicht unbedingt als allgemein zugänglich verstanden wissen wollte. Natürlich stritt sie alles ab, wie sie überhaupt immer und überall das Blaue vom Himmel log. „Die Demokratie hat einen großen Sieg errungen“, klagte sie im Februar 1848, als es in München zur Revolte kam und sie die Stadt fluchtartig verlassen musste. Einen Monat später dankte Ludwig ab. Dennoch bestand eine Verbindung zwischen Ludwig und der leichtsinnigen Lola noch eine Zeitlang fort. Vom König getrennt lebend, suchte sie in Genf eine standesgemäße Ehe, geriet aber in die Fänge des Hochstaplers und Betrügers Papon. Neues Glück winkte erst in London, wo sie den blutjungen George Heald heiratete, einen Millionenerben, dem aber mitten in den Flitterwochen seine Tante die Hölle heiß machte. Um das Paar zu trennen, verklagte sie Lola wegen Bigamie. Es kam zur Flucht nach Paris - und zur Scheidung. Den Kopf voller Pläne wanderte sie aus in die Neue Welt, wo es ihr gelang, eine neue Existenz aufzubauen.

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About the author (2013)

Helmut Höfling, geb. in Aachen, war Journalist, Kritiker, Dramaturg und Regisseur am Theater, Redakteur beim Fernsehen, lebt jetzt in Bad Homburg. Viele Reisen führten ihn durch Europa, Afrika, Amerika, Asien, Australien, u. a. nach Sibirien, zum Kaukasus, und Kilimandscharo, nach Nepal, Sikkim, Mexiko, zu den Andamanen. Bis jetzt hat er über 120 Bücher veröffentlicht, auch in Spanisch, Holländisch, Russisch, Georgisch, Kirgisisch, Rumänisch, Ungarisch, Bulgarisch, Armenisch. Weltauflage 2,3 Millionen. Rundfunksender in vielen Ländern haben über 1.850 Sendungen im Hörfunk und Fernsehen ausgestrahlt. Seine Reihe „Der kleine Sandmann bin ich“ ist als „Meilenstein der WDR-Geschichte“ ausgezeichnet worden. Mehrf. Auswahlliste Deutsher Jugendbuchpreis. Intern. Jgd.-Biblio.: Weißer Rabe

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