Die Falterfrau

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epubli, Oct 14, 2012 - Drama - 60 pages
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Die Synthese zwischen Kunst und Wissenschaft bildete bei Sibylla Merian neben ihrem Fleiß, ihrem Eifer und ihrer Strenge gegenüber sich selbst die Grundlage für ein herausragendes Lebenswerk der „Falterfrau“, wie sie von den Ureinwohnern Surinams liebevoll genannt zu werden pflegte. Goethe, der selbst auch zeichnete und wissenschaftliche Studien betrieb, schrieb über Maria Sibylla Merian voller Bewunderung, dass sie sich „in ihren Darstellungen zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Naturanschauung und malerischen Zwecken“ hin- und herbewege. Des weiteren hat sich Sibylla Merian entgegen dem zeitgenössischen Frauenbild als beruflich und wissenschaftlich engagierte und mutige Frau, die zielstrebig ihren Weg ging, als Vorkämpferin für die Rechte der Frau, deren Eigenständigkeit und Gleichstellung erwiesen. Aus ihrem Wirken kann ein Aufruf zum Schutz unserer Umwelt abgeleitet werden: ein quasi ökologischer Auftrag an unsere Generation, respektive an die Jugend von heute. „Die Falterfrau“ erzählt in drei Aufzügen von Leben und Wirken der Sibylla Merian. Aus dramaturgischen Gründen beschränkt sich die Darstellung auf zwei Protagonisten: auf die Mutter Sibylla Merian und deren Tochter Dorothea, die Sibylla Merian nicht nur auf ihrer entbehrungsreichen Reise nach Surinam begleitete, sondern darüber hinaus ihr auch half, in den Jahren danach die dort gewonnenen Forschungsergebnisse auf- und nachzubereiten. Im ersten Aufzug begegnen wir der 52-jährigen Sibylla Merian, die sich mit ihrer Tochter auf der Überfahrt über den Atlantik von Amsterdam aus in die holländische Kolonie nach Surinam befindet. In Gesprächen mit Dorothea erfahren wir etwas über die Jugend der Merian als Tochter des Kupferstechers Matthäus Merian, über ihre Ehe mit Graff, ihr Kunstschaffen (ihre Arbeit am Blumen- und Raupenbuch) sowie über ihren Aufenthalt bei den Labbadisten. Im zweiten Aufzug können wir Mutter und Tochter bei ihrer schwierigen und abwechslungsreichen Mission im Urwald beobachten. Neben ihrer Forschungstätigkeit müssen Mutter und Tochter erleben und mit ansehen, wie die Kolonisten mit ihren Sklaven und den Eingeborenen umgehen. Der dritte Aufzug rekapituliert die Arbeitsweise der Künstlerin Sibylla Merian. Techniken, Bildaufbau und Farbgebung werden auf dem Hintergrund eines ganzheitlich-ökologischen Naturverständnisses ausgebreitet, das auch Fragen über den Sinn des Lebens als „Metamorphose“ mit einschließt.
 

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