Die journalisten

Front Cover
S. Hirzel, 1897 - German drama - 171 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Contents

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 49 - Wozu machen Sie sich Sorgen um das? Ich habe bei dem Blumenberg gelernt, in allen Richtungen zu schreiben. Ich habe geschrieben links und wieder rechts. Ich kann schreiben nach jeder Richtung.
Page 18 - Zeilen. Bolz. Das ist eine Entschuldigung, aber keine gute. Erfinde deine eigenen Geschichten, wozu bist du Journalist? Mache ein kleines „Eingesandt", z. B. eine Betrachtung über Menschenleben im allgemeinen, oder über das Umherlaufen von Hunden auf der Straße, oder suche eine haarsträubende Geschichte heraus, vielleicht einen Meuchelmord aus Höft lichkeit, oder wie ein Hamster sieben schlafende Kinder «bissen hat, oder so etwas.
Page 108 - Was soll ich thun? Ich schreibe wieder genial, ich setze viel Brillantes hinein in den Artikel; und wenn ich ihn bringe, nimmt er den Rotstift und streicht alles Gewöhnliche und läßt mir nur die Brillanten stehen. OBERST. Ist so etwas möglich? SCHMOCK. Wie kann ich bestehen bei solcher Behandlung? Wie kann ich ihm schreiben lauter Brillantes die Zeile für fünf Pfennige? Dabei kann ich nicht bestehen. Und deshalb will...
Page 109 - ... soll ich tun? Ich schreibe wieder genial, ich setze viel Brillantes hinein in den Artikel; und wenn ich ihn bringe, nimmt er den Rotstift und streicht alles Gewöhnliche und läßt mir nur die Brillanten stehen. Oberst. Ist so etwas möglich? Schmock. Wie kann ich bestehen bei solcher Behandlung? Wie kann ich ihm schreiben lauter Brillantes die Zeile für fünf Pfennige?
Page 108 - Zeitung, daß sie tief ist. Gut, ich schreibe tief, ich mache meinen Stil logisch. Wenn ich ihm aber die Arbeit bringe, so wirft er sie von sich und schreit: was ist das? Das ist schwerfällig, das ist pedantisch, sagt er. Sie müssen schreiben genial, brillant müssen Sie sein, Schmock, es ist jetzt Mode, daß alles angenehm sein soll für die Leser.
Page 61 - Piepenbrink: Halt da! Den Wein finden Sie hier nicht, ich habe meine Sorte mitgebracht, Sie müssen mit mir trinken. Bolz: Aber, Herr Piepenbrink — Piepenbrink: Keine Einrede! Sie sollen mit mir trinken. Und wenn ich jemandem sage, er soll mit mir trinken, Herr, so meine ich nicht nippen, wie die Frauen, sondern trink' aus, schenk
Page 43 - Trank trinken, bist du auf alle Fälle geliefert. Wenn ich jemals in die Lage käme, einen Mann zu meinem Herrn zu machen, ich würde ihm nur eine Bedingung stellen, die weise Lebensregel meiner alten Tante: Rauchen Sie Tabak, mein Gemahl, so viel Sie wollen, er verdirbt höchstens die Tapeten, aber unterstehen Sie sich nicht, jemals eine Zeitung anzusehen, das verdirbt Ihren Charakter.
Page 171 - Woodbury's New Method with German . . . 1.35 Worman's Elementary German Grammar . . . 1.00 Worman's Complete German Grammar . . . 1.40 READERS Eclectic German Readers: Primer . . 20 cents Third Reader . 42 cents First Reader 25 cents Fourth Reader . 60 cents Second Reader 35 cents Fifth Reader . 72 cents Dreyspring's First German Reader .... 60 cents...
Page 43 - Wir wollen wünschen, daß sie beide durchfallen. Diese Politiker ! — Es war schlimm genug für dich, als nur einer Politik trieb; jetzt, da sie beide von dem sinnbetörenden Trank trinken, bist du auf alle Fälle geliefert. Wenn ich jemals in die Lage käme, einen Mann zu meinem Herrn zu machen, ich würde ihm nur eine Bedingung stellen, die weise Lebensregel meiner alten Tante: Rauchen Sie Tabak, mein Gemahl, so viel Sie wollen, er verdirbt höchstens...
Page 84 - Ich schreibe frisch drauf los, so lange es geht. Geht's nicht mehr, dann treten andere für mich ein und tun dasselbe. Wenn Konrad Bolz, das Weizenkorn, in der großen Mühle zermahlen ist, so fallen andere Körner auf die Steine, bis das Mehl fertig ist, aus welchem vielleicht die Zukunft ein gutes Brot bäckt zum Besten vieler.

Bibliographic information