Die Missbildungen des Menschen: eine systematische Darstellung der beim Menschen angeboren vorkommenden Missbildungen und Erklärung ihrer Entstehungsweise, Part 1

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Grunow, 1880 - Abnormalities, Human - 297 pages
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Page 40 - einstmals vorhanden waren. Im Inneren sieht man einzelne Knochen mehr oder weniger gut entwickelt, entweder vereinzelt oder im Zusammenhange mit anderen. Besonders häufig werden Rudimente des Beckens mit anhängenden Theilen der Wirbelsäule gefunden. Vom Darm finden sich grössere oder kleinere Partien, die oben und unten blind enden. Die
Page 38 - Hat sich bei der Entwickelung der Allantois B ein Theil derselben mit der Allantois A verbunden, während ein anderer das Chorion erreichte und mit der Decidua vera an der Bildung der Placenta Theil nahm, so könnte die eine primitive Aorta von B eine Anastomose mit der Allantois A eingehen, während die Verzweigung der anderen in den
Page 38 - bestehen könnten, so würde doch später eine Placenta gegen die andere zurücktreten müssen. Entweder der Fötus B ernährt sich durch seine Chorionplacenta, dann wird die Allantoisplacenta zu einer bedeutungslosen Anastomose; oder er ernährt sich durch die Allantois von A, dann wird er ein Allantoisparasit und die Chorionplacenta atrophirt und verfettet. — Diese
Page 41 - vom amorphus zum acormus sind in mehreren Beispielen vertreten. Ich rechne dahin diejenigen Fälle, in denen an einer formlosen Masse sich mehr oder weniger deutliche Spuren eines Kopfes finden, der aber in seiner Form von der normalen Kopfform wesentlich abweicht. Es gehören hierher die Beobachtungen von Delamarre, nach
Page 216 - betheiligt. Zwischen den beiden Hälften der Harnblase liegt bei stärkeren Graden der Spaltung fast ausnahmslos ein widernatürlicher After. Es ist dies stets das Ende des Ileum, also die Stelle, wo der Ductus anhaftete, und der Anfang des Cöcum, mit oder ohne Wurmfortsatz. Je nach der Zeit,
Page 40 - Die äussere Bedeckung besteht aus normaler Haut; das Unterhautzellgewebe pflegt stark hypertrophirt zu sein, zeigt Oedeme und cystenartige Erweiterungen. Bei den Amorphis findet sich nie ein Herz. Im Nabelstrange liegen durchweg nur zwei Gefässe, eine Vene und eine Arterie, die durch die Kleinheit der Lumina
Page 164 - wie überhaupt alle Missbildungen, bei deren Entstehung das Amnion betheiligt ist, grössere Zerstörungen der linken Seite zu machen pflegen. Da der Embryo normaler Weise der linken Seite der Keimblase aufliegt, so erklärt sich die grössere Häufigkeit einer Verwachsung der linken Körperhälfte mit dem Amnion.
Page 33 - verlängerte sich bis zum 10. Jahre. Als um diese Zeit die eine Schwester starb, und von der lebenden durch einen Schnitt getrennt wurde, starb auch die andere bald, entweder von der Verwundung, oder den Folgen derselben.
Page 41 - 60. Reine Formen des Acormus, und zu diesen rechne ich diejenigen Fälle, in denen vor allem der Kopf gut ausgebildet ist und die anhängenden Theile der Brust- und Bauchhöhle entweder ganz fehlen oder im höchsten Grade mangelhaft entwickelt sind,
Page 70 - Wenn sich das Menschengeschlecht wie die Pflanzen durch Sprossenbildung vermehren könnte, so würden ohne Zweifel die Hypophyse und die Steissdrüse auf einmal sehr wichtige Organe werden und die Erzeugung der Minerva aus dem Haupte des Jupiter kein Curiosum sein.

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