Die Morphologie des Lernens in Abgrenzung zu Ideologie und Dogmatismus

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GRIN Verlag, Apr 14, 2006 - Education - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: sehr gut, Universität Trier, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Historisch betrachtet, lassen sich viele Beispiele benennen, welche die katastrophalen Folgen, die von ideologischen und dogmatischen Systemen ausgehen können, aufzeigen. Der Begriff Ideologie wird hier als eine Weltanschauung aufgefasst, die interessengeleitete Werturteile, Glaubenssätze, Wesensbestimmungen und Normen enthält. Sie wird von dem Interesse geleitet, ihren Fortbestand zu sichern. In der Regel haben ideologische Aussagen einen dogmatischen Charakter. Dennoch sind nicht alle dogmatischen Aussagen einer Ideologie zuzuordnen. Die Begriffe können nicht synonym verwendet werden. Wie jedoch schon aus dem Titel dieser Arbeit ersichtlich ist, stellen diese beiden Begriffe eine gemeinsame Abgrenzungskategorie dar. Diese gemeinsame Kategorie erschließt sich aus der, den beiden Aussagesystemen gemeinsame Behauptung, dass sie Aussagen über die Wahrheit bzw. über die Wirklichkeit machen. Sie erheben den Anschein gesicherte Erkenntnisse zu liefern. Da es sich bei der Gewinnung von Erkenntnissen über die Wirklichkeit um die ureigenste Aufgabe der Wissenschaft handelt, geben sie sich gleichsam als eine solche aus. In dieser Vermengung bzw. Verwechslung von Wissenschaft und pseudo- wissenschaftlichen ideologischen und dogmatischen Satzsystemen kumuliert die Gefahr des Missbrauchs. Dies wird von totalitären politischen Systemen und fundamentalistischen Gruppierungen immer wieder bewiesen. Da diese Systeme nach Fortbestand und Erweiterung streben, ist eine Abgrenzung besonders zur Erziehungswissenschaft unerlässlich. Gegenstand dieser Hausarbeit ist die Abgrenzung der >Morphologie des Lernens von Horst Dräger zu Ideologie und Dogmatismus. In dem ersten Teil der Arbeit wird eine metatheoretische Perspektive eingenommen. Orientiert an den Werken von Karl Raimund Popper, Rudolf Lochner und Wolfgang Brezinka wird eine Folie herausgearbeitet, die als Abgrenzungsgrundlage zwischen wissenschaftlichen und nicht- wissenschaftlichen Systemen dient. Anhand dieser Folie wird überprüft, ob es sich bei der Morphologie des Lernens um eine Erziehungswissenschaftliche Arbeit handelt. Im folgenden Kapitel ändert sich der Blickwinkel von der metatheoretischen auf die inhaltliche Ebene, die Interne Perspektive
 

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Abgrenzungskriterium Aktivitäten von Lernen Algorithmus Allsätze Aneignung von Darstellung Autodidakten Bautz Verlag Begründungszusammenhang Bonität Brezinka Darstellung zurückführen Denken und Erkennen denkend machen Deskription Differentialität dogmatischen Fixierung dogmatischen Satzsystemen Dräger Egozentrismus Entdeckungszusammenhang Erkennen als Modi Erkenntnis Ernst Reinhardt Verlag Erziehungswissenschaftliche Arbeit Falsifikation Formen des Lernens Frage-Antwort gebildeten Geselligkeit Gedankenkreis des Lerners Gesetzesaussagen Grundform von Aneignung Hypothese Ideologie und Dogmatismus ideologischen und dogmatischen ideologischer Instrumentalisierung Induktionsprinzip Induktionsproblem intersubjektiv prüfbar J.C.B. Mohr Karl Raimund Popper kritische Prüfung Kritischen Rationalismus lassen Lernakt Lerners vor dogmatischer Lernfähigkeit Lerninhalt Lochner Logik der Forschung Metatheoretische Perspektive Metatheorie der Erziehung Morphologie des Lernens München neuen Wissens Nordhausen offene Gesellschaft Paradigmentransformation Perspektive des Lehrenden Philosophie der Erziehung Pluralitätsverarbeitung Praktischen Pädagogik Praxis prinzipiell falsifizierbar prinzipielle Offenheit Prinzipien und Methoden rationale reine Form Sätze Selbstbehauptung und Anerkennung Stufen des Lernprozesses teleologische Überprüfung Unsere Unverfügbarkeit des Individuums verfestigten Gedankenkreis Weinheim Werturteilsfreiheit Wilhelm von Humboldt Wissenschaft und Pseudo wissenschaftlichen Verfahren

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