Die Pflanzenalkaloïde und ihre chemische Konstitution

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J. Springer, 1900 - Alkaloids - 444 pages
 

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Page 174 - Schmelzpunkt 60—62° und zeigt keine Mydriasis. Erhitzt man Atropin auf 130°, so erfährt dasselbe eine Wasserabspaltung in etwas anderer Richtung, indem sich ein gewisser Anteil in Belladonnin, eine unkristallisierbare , firnisartige Masse umwandelt. Die Atropinsalze zeigen nur geringes Kristallisationsvermögen. Das in der Augenheilkunde verwendete Atropinsulfat...
Page 173 - Seine Lösungen schmecken scharf und bitter, es ist ein starkes Gift und verdankt seine weitverbreitete medizinische Anwendung seiner Eigenschaft, die Pupille zu erweitern (Mydriasis). Es vermag den durch Muscarin hervorgerufenen Stillstand des Herzens zu heben. Das inaktive Atropin entsteht auch, wie...
Page 179 - Durch Umkehrung dieser Reaktion konnte Ladenburg *) eine partielle Synthese des Atropamins erzielen, indem er ein Gemenge von Tropin und Atropasäure mit Salzsäure erhitzte. Nachdem nunmehr das Tropin und die Atropasäure synthetisch zugänglich sind, ist in der Neuzeit die vollständige Synthese des Apoatropins möglich geworden. Das Hydrochlorid des Apoatropins, C,7 H2I N02 . HOL kristallisiert in Blättchen, die bei 237 — 239° schmelzen.
Page 173 - Will2) und Schmidt3) gefunden haben, aus seinem Stereoisomeren, dem Hyoscyamin, beim Erhitzen desselben unter Luftabschluß auf 110° oder aus seiner alkoholischen Lösung beim bloßen Stehen durch Zusatz einiger Tropfen Alkali, wie auch schon beim längeren Aufbewahren für sich4). Es ist dies, wie beim Hyoscyamin näher ausgeführt wird, nichts anderes als eine Racemisierung.
Page 231 - Myrtaceen) enthält mehrere Alkalo'ide, denen sie ihre schon lange bekannte Wirkung als wurmabtreibendes Mittel verdankt. Tanret1} fand diese Alkalo'ide im Jahre 1877 auf und konnte die folgenden vier daraus isolieren: Pelletierin C„H15NO Isopelletierin CsH15NO Methylpelletierin C2H17NO Pseudopelletierin C„ H1 5 NO Diese Alkalo'ide wurden nach dem bekannten französischen Alkaloldchemiker Pelletier benannt.
Page 175 - ... Eigenschaften sind denen des Atropins sehr ähnlich. Es kristallisiert aus Alkohol in Nadeln vom Schmelzpunkt 108'5°. In seinem scharfen und durchdringenden Geschmack gleicht es dem Atropin, auch seine Wirkung auf die Pupille ist dieselbe: Hyoscyamin bewirkt wie Atropin eine Erweiterung der Pupille. Der Hauptunterschied beider Alkaloide beruht in der optischen Aktivität des Hyoscyamins, welches linksdrehend ist im Gegensatz zu dem inaktiven Atropin; bei p = fr'22 und t = 15 ist [xlD = —20-3.
Page 129 - Befund noch dadurch gestützt, daß er zeigte, daß auch beim a-Pipecolin'- dieselbe Erscheinung eintritt Diese Isomerie war bisher unverständlich und wir finden daher in Pictet-Wolffenstein3 ruhig gedruckt: In neuerer Zeit gibt Ladenburg an, daß bei der Destillation des salzsauren Coniins über Zinkstaub ein dem Rechtsconiin stereoisomeres Coniin, das sogenannte Isoconiin. entsteht, dessen Bildung nicht anders als durch die Asymmetrie des Stickstoffatoms ermöglicht sein soll. Dieses sogenannte...
Page 157 - HCl)PtCl4, kristallisiert aus verdünnten Lösungen in monoklinen, gelben Säulen, die sich bei 250° dunkler färben und bei ca. 275° unter Zersetzung schmelzen.
Page 175 - Durch wasserentziehende Mittel wird das Hyoscyamin in Atropamin und Belladonnin übergeführt, welche Alkaloide auch bei der analogen Behandlung des Atropins entstehen.
Page 258 - Methode nachgewiesen ist, vier Methoxylgruppen besitzt, die beiden Spaltungsprodukte aber noch je zwei intakt enthalten, so können die Methoxylgruppen nicht zur Verknüpfung verwandt worden sein ; es bleibt somit nur die Verkettung vermittelst eines Kohlenstoffs vom Benzolkern, oder durch die an Kohlenstoff stehende Methylgruppe des Dimethylhomobrenzcatechins übrig. Das ganze Verhalten des Papaverins, insbesondere die so leicht erfolgende Trennung der beiden Gruppen voneinander, spricht für die...

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