Die Rechtsprechung des Reichsgerichts in Strafsachen zwischen 1933 und 1945 und ihre Fortwirkung in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes

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Walter de Gruyter, 1992 - Law - 252 pages
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Der BGH hat sich vom Beginn seines Bestehens an als Nachfolger des Reichsgerichts verstanden und ganz selbstverst ndlich dessen Urteile zitiert. Ob und wie der Nationalsozialismus die Rechtsprechung des h chsten deutschen Revisionsgerichts ab 1933 beeinflu t haben k nnte, wurde dabei nie problematisiert. Wenn sich die Judikatur des Reichsgerichts nachweisbar ab 1933 ndert, liegt die Brisanz der Kontinuit t, in die sich der BGH hineinbegibt, auf der Hand.
Andererseits ist bekannt, da es in vielen Bereichen (etwa im Verwaltungsrecht) im Dritten Reich zu Modernisierungen kam. Lassen sich solche Ver nderungen auch in der h chstrichterlichen Rechtsprechung zum materiellen Strafrecht erkennen? Der Autor meint, solche Entwicklungen feststellen zu k nnen. Insbesondere geht es dabei um die Verst rkung der Ergebnisorientierung der Rechtsprechung. Formale Grenzen werden nach 1933 von der Rechtsprechung berschritten, um gewollte Ergebnisse herstellen zu k nnen. Der Zugewinn an Richtermacht, der damit verbunden war, wurde vom BGH nicht mehr aufgegeben.

 

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Contents

Subjektivierung
123
Die Abgrenzung zwischen Vorbereitungshandlung und Versuch nach
135
Die Ethisierung des Freiwilligkeitsbegriffs beim strafbefreienden
149
Die Auslegung des Begriffs unzüchtige Handlung
157
Der Vermögensschaden beim Betrug Subjektivierung aus
166
Ergebnis
175
Der Begriff Treue
190
Copyright

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