Die Regulierung außerbörslicher Wertpapierhandelssysteme im deutschen, europäischen und US-amerikanischen Recht

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Walter de Gruyter, May 3, 2011 - Law - 532 pages

Der technologische Fortschritt und die wachsende Bedeutung institutioneller Investoren im Rahmen der ökonomischen Globalisierung haben zu der Entstehung von außerbörslichen Wertpapierhandelssystemen, so genannten Alternative Trading Systems, beigetragen. Diese sind in den USA bereits zur stärksten Konkurrenz der traditionellen Börsen aufgestiegen. Aber auch in Europa konfrontiert das Auftauchen solcher Systeme die traditionellen Börsen mit neuen Wettbewerbern und erzwingt neue Regelungen durch den Gesetzgeber. Die 2004 erlassene europäische Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) enthält für außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme ein detailliertes und ausdifferenziertes Regulierungsregime. Aufgrund der MiFID besteht ein erheblicher Anpassungsbedarf im deutschen Recht, zumal eine Umsetzung dieser Richtlinie bis 2006 vorgeschrieben ist.
In der Monographie wird der Frage nachgegangen, wohin die rechtliche Entwicklung im Kapitalmarktrecht führen wird, wie sich die Vorgaben der MiFID in das deutsche Recht umsetzen lassen und wie eine optimale Gestaltung der Regulierung alternativer Handelssysteme aussehen könnte. Im Rechtsvergleich mit den US-amerikanischen Bestimmungen werden dafür die Vorschriften der MiFID sowie des Börsengesetzes mit der Zielsetzung analysiert, Vorschläge für eine praktikable Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht sowie darüber hinausgehend für die Schaffung effektiver börsenrechtlicher Regelungen für außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme zu machen. Dabei geht es auch darum zu ermitteln, welche zwingenden Vorgaben die Richtlinie enthält, und welche Freiräume sie andererseits für eine nationale Gestaltung belässt.

 

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Contents

Einleitung
1
Außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme und die Notwendigkeit ihrer Regulierung
5
Außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme und ihre Rolle am Kapitalmarkt
7
Regulierung Ziele Voraussetzungen und Instrumente
45
Gründe für eine Regulierung von außerbörslichen Wertpapierhandelssystemen
75
Rechtsvergleichender Überblick USA Europa Deutschland
119
Die Regelungen in den USA und ihre Entwicklung
121
Die europarechtlichen Regelungen und ihre Entwicklung
170
Die Legaldefinition des Börsenbegriffs de lege ferenda und die Einbindung außerbörslicher Wertpapierhandelssysteme in die Kapitalmarktregulierung
258
Regelungen für außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme in rechtsvergleichender Perpektive
293
Ausgestaltung einer wettbewerbsorientierten Regulierung
295
Bestimmungen zur Betriebsaufnahme
317
Transparenzvorschriften
343
Handelsteilnehmer und der Zugang zum Handel
373
Die Gewährleistung des Handels und die Preisfeststellung
406
Aufsicht Zuständigkeit Befugnisse und internationale Zusammenarbeit
424

Die Regelungen in Deutschland und ihre Entwicklung
195
Die Begriffsbestimmungen für außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme und die Börse de lege lata und de lege ferenda
213
Die Begriffsbestimmungen des Börsenrechts für außerbörsliche Wertpapierhandelssysteme in rechtsvergleichender Perspektive
215
Abgrenzung zum Börsenbegriff de lege lata
242
Zusammenfassende Thesen
451
Literaturverzeichnis
459
Register
495
Copyright

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About the author (2011)

Christoph Kumpan , Attorney at Law, New York, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg.

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