Die Rolle der Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

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GRIN Verlag, Feb 21, 2011 - Health & Fitness - 27 pages
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Skript aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Bei Menschen, die unter den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, werden Ernährungseinflüsse für die Entstehung, den Ernährungs- und Allgemeinzustand, die Behandlung und das Auftreten von Nahrungsmittel-, Getränke- und Speisenintoleranzerscheinungen als bedeutsam angesehen. Chronisch entzündliche Darmer-krankungen führen häufig zu Ernährungsstörungen, deren Ausgleich Verlauf und Aktivität der Erkrankungen günstig beeinflussen können. Der Stellenwert der enteralen Ernährung mit Trink-, Sonden- und Zusatznahrungen wird im Gesamttherapiekonzept bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bisweilen nicht gebührend beachtet. 80 – 90 Prozent der Crohn-Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, teils kolikartig, mit Schleim und Blutauflagerung. 90 Prozent von ihnen leiden an Durchfall und 60 bis 75 Prozent an Gewichtsverlust. Aufgrund von Kom-plikationen mit 90 Prozent der Morbus Crohn Patienten mindestens einmal im Krankheitsver-lauf operiert werden. Der erwiesene Nutzen der enteralen Ernährungstherapie mit Trink-, Sonden- und Zusatznahrung liegt in der raschen Besserung der klinischen Beschwerden, Ver-besserung des Ernährungszustandes und Behandlung der Wachstumsretardierung und verzö-gerten sexuellen Reife bei von CED betroffenen Kindern und Jugendlichen. Die Beziehungen zwischen Ernährung und Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind vielfältig und für das sym-ptomfreien Intervall und den akuten Entzündungsschub gegeben. Ob die Ernährungsweise ein Cofaktor in der Auslösung der Erkrankungen ist, ist nicht eindeutig geklärt. Insbesondere im Bereich der Probiotica scheinen vielfältige Zusammenhänge in der Auslösung und Therapie zu bestehen. Unter dem Begriff chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden der Mor-bus Crohn, die Colitis ulcerosa sowie nicht klassifizierbare Formen (Colitis inditerminata) zusammengefasst. Die Ursachen und die Ätiologie der chronisch entzündlichen Darmerkran-kungen im engeren Sinne (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) sind weiterhin nicht geklärt. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden weltweit beobachtet, sie unterscheiden sich jedoch erheblich in ihren Inzidenzrate. Beide Erkrankungen werden in den vergangenen Jahren zunehmend diagnostiziert. Insbesondere die Häufigkeit des Morbus Crohn nimmt ins-gesamt zu. Zweifelsfrei belegbar sind die Beziehungen zwischen Ernährung und Auslösung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nicht.
 

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akuten Entzündungsschub Alkohol antientzündliche Bakterien Ballaststoffe ballaststofffreie Ballaststoffreiche beispielsweise besondere bestimmte Body-Maß-Index Carrageen CED-Patienten chronisch entzündlichen Darm chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa Crohn und Colitis Darmflora Diätassistenten diätetische Lebensmittel Dickdarm Durchfall Effekte Eier Eiweiß Elemental 028 Eliminationsdiät enterale Ernährung erhöhten Erkrankungen Ernährung mit Trink Ernährungstherapie Ernährungszustand Falk Foundation e.V. Fett Fettlösliche Vitamine Fettsäuren Fleisch Folsäure frisch gegart Gesunden getrocknet Gramm häufig Hülsenfrüchte insbesondere Kalzium Kartoffeln kcal Kilogramm Kilojoule Kohlenhydrate kommt Körper Körpergewicht Körperkilogramm Kostaufbau Kurzdarmsyndrom kurzkettige Laktase Lokalisation Lutzdiät Mangelernährung Margarine MCT-Fette medizinisch Mikroorganismen Milch und Milchprodukte Milchzuckerunverträglichkeit Morbus Crohn Morbus Crohn Patienten Nahrung Nahrungsmittel Nissle Nüsse Obst Omega-3-Fettsäuren parenteralen Ernährung Patienten mit chronisch Probiotika Prozent Richtlinie Schwein Leber gegart sinnvoll Sojamehl entfettet sollten Sondennahrung sowie Spinat Spurenelemente Stenosen Studien Sven-David Müller symptomfreien Intervall Therapie Tomaten Transfettsäuren Triglyzeride ulcerosa und Morbus und/oder ungesättigten Fettsäuren Untergewicht unverändert verordnungsfähig Vitamin B12 Vollkornprodukte wasserlösliche Ballaststoffe Wichtig Zink Zucker Zufuhr Zusatznahrung

About the author (2011)

Sven-David Müller (www.svendavidmueller.de), MSc., ist Diätassistent und Diabetesberater DDG. Er absolvierte seine Ausbildung an der Diätlehranstalt in Bad Hersfeld. Die Weiterbildung zum Diabetesberater erhielt er an der Uniklinik in Jena. Sven-David Müller hat angewandte Ernährungsmedizin studiert und ist Master of Science (MSc.) in Applied Nutrtional Medicine (angewandte Ernährungsmedizin). Sven-David Müller ist Autor von mehr als 200 Artikeln, die in nationalen und internationalen Fachzeitschriften erschienen sind. Der ernährungsmedizinische Wissenschaftler hat sich insbesondere auf die Bereiche Diätetik und Ernährungstherapie bei metabolischen Erkrankungen (Diabetes mellitus, Übergewicht und Adipositas sowie Fettstoffwechselstörungen), gastroenterologischen Erkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), Allergien und Unverträglichkeiten (Fruchtzuckerunverträglichkeit und Laktoseinoleranz) sowie hepatologischen Erkrankungen spezialisiert. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuz und der Ehrenmedaille für Wissenschaft und Kunst der Albert Schweitzer Gesellschaft. Aus seiner Feder verzeichnet die Deutsche Nationalbibliothek mehr als 170 Buchtitel (14 Sprachen). Zu seinen Bestsellern gehören "Das Kalorien-Nährwert-Lexikon", "Die 50 besten Kalorienkiller", "Die Müller-Diät" , "Kalorien-Ampel", "Salz Ampel", "Low Carb Ampel", "Zimt gegen Zucker", "Ernährungsratgeber Gicht", "Das große Rheuma Kochbuch" sowie "Wir essen uns schlank" und die "Gicht-Ampel". Mit einer Auflage von 6,5 Millionen Exemplaren gehört er zu den erfolgreichsten Autoren in seinem Fachbereich in Europa. Sven-David Müller ist gern gesehener Gast in TV-Sendungen und regelmäßig Interviewpartner für Zeitschriften, Radio und Zeitungen. Sven-David Müller war rund 10 Jahre an der Universitätsklinik Aachen beschäftigt. Hier hat er mehr als 25.000 Patientenkontakte gehabt. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik (www.dkgd.de). Heute leitet Sven-David Müller das Zentrum und die Praxis für Ernährungskommunikation, Diätberatung und Gesundheitspublizistik (ZEK) in Nidderau-Windecken bei Frankfurt am Main. Sven-David Müller ist mit der Diplom-Pädagogin Almut Müller verheiratet und Vater eines Sohnes. Zudem hält er Vorlesungen und Vorträge, gibt Seminare und steht Krankenkassen, Verbänden und Organisationen als Berater und Experte zur Verfügung.

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