Die Sozialisation des Ärgers und ihre Bedeutung (für die psychische Gesundheit)

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GRIN Verlag, 2007 - 44 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 1,0, University of Sheffield, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In unserer alltäglichen Kommunikation verwenden wir häufig Begriffe, deren Bedeutung uns intuitiv zwar bekannt ist, die tatsächlich zu definieren uns allerdings äußert schwer fällt. Zu dieser Kategorie gehört auch der das Wort Ärger. Uns allen ist seit unserer frühesten Kindheit das Bild des Rumpelstilzchens geläufig, dass wütend stampft, zetert und sich schließlich entzweireißt. In dieser geradezu prototypischen und sehr überspitzt dargestellter Form ist die Ärgeremotion jedoch kaum anzutreffen, deshalb scheint es zunächst nötig sie genauer zu klassifizieren und gegen ähnliche Gefühlsklassen abzugrenzen. Um die Definition des Ärgers abzurunden, bietet es sich des Weiteren an, ihre Ausdrucksformen zu erfassen und die Einbettung in unser Alltagsleben mit einzubeziehen. Dies soll zum einen durch eine nähere Beleuchtung des bedeutenden Werkes "The expression of the emotions in man and animals" von Charles Darwin geschehen, das 1872 erschienen ist. Die darin, vielfach heute noch gültige Beobachtungen, zum Ausdruck von Hass (hatred) und Zorn (anger) sind als Schablonen verwendbar und erleichtern den Zugang zu diesem Bereich erheblich. Zum anderen erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem sogenannten "AHA-Syndrom." Bisher wurde nur die Emotion als solche angesprochen, da der Mensch aber ein soziales Wesen ist, sind sein Verhalten und somit auch seine Gefühle auch im Kontext der ihn umgebenden Gesellschaft beziehungsweise Kultur zu betrachten. Zusammengefasst unter dem Begriff Sozialisation soll deshalb die Frage nach der Art und Weise wie der Umgang mit Ärger vermittelt wird geklärt werden, aber auch durch welche Träger, wie hoch ihr jeweiliger Einfluss ist und in welchen Phasen dies geschieht. Dabei liegt das Augenmerk sowohl auf allgemeinen Aspekten, wie auch auf kulturellen und geschlec
 

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Contents

Sozialisation
14
Die Bedeutung der Sozialisation des Ärgers
21
Anhang
28
Literaturverzeichnis
39
Copyright

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Common terms and phrases

Popular passages

Page 3 - Heißt du etwa, Rumpelstilzchen?' 'Das hat dir der Teufel gesagt, das hat dir der Teufel gesagt' schrie das Männlein und stieß mit dem rechten Fuß vor Zorn so tief in die Erde, daß es bis an den Leib hineinfuhr, dann packte es in seiner Wuth den linken Fuß mit beiden Händen und riß sich selbst mitten entzwei.
Page 22 - Das entscheidende Merkmal, das aus persönlichkeitstheoretischer Sicht eine Eigenschaft ausmacht, ist die Beständigkeit. Eigenschaften stehen für eine Klasse von Verhaltensweisen, die ein Mensch über die Zeit und über unterschiedliche Situationen hinweg ziemlich beständig zeigt, wobei das...
Page 33 - Realschülerinnen (n=331) Gymnasiastinnen (n=448) Wenn sich Jungen prügeln, schaue ich gerne zu stimmt teilweise stimmt überwiegend stimmt ganz genau 14 12...
Page 22 - Beständigkeit muß dabei nicht heißen, daß genau eine Verhaltensweise reproduziert wird, etwa andere anschreien, Beständigkeit bezieht sich auf funktional ähnliche Verhaltensweisen, die eine Klasse oder Kategorie bilden.
Page 27 - Lust, bewirkt, dass wir sie intensiverfühlen und vollziehen. Jedoch die Summe braucht nur um ein weniges größer zu sein, so lahmt sie uns.
Page 18 - Besonders der Institution Schule kommt eine große Zukunftsbedeutung zu, da sie die heranwachsende Generation...
Page 6 - Schreien, die Stimme erstickt in der Kehle, oder sie wird laut, harsch und unharmonisch.

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