Die Tugendethik des Aristoteles und die Frage nach dem besten Leben

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GRIN Verlag, 2011 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 1.0, Hochschule fur Philosophie Munchen, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Mensch als zoon politikon." Das Menschenbild, das Aristoteles seiner politi-schen Philosophie zugrunde legt, besagt, dass dieser von Natur aus ein staatenbildendesLebewesen ist, und das in hoherem Masse noch als jede Biene oder irgendein Heerden-tier"1.Nur die politische Gemeinschaft, in diesem Fall die Polis, ermoglicht es dem Men-schen sich gemass seiner Wesensform zu verwirklichen und glucklich zu werden. Entspre-chend seiner Anthropologie basiert das praktische Gelingen der politischen Philosophiedes Aristoteles auf der Ethik2, schliesslich ist Politik nichts anderes als deren Anwendung.In dieser Arbeit mochte ich ausgehend von dem aristotelischen Leitbegriff desGlucks (agathon), auf die Kompetenzen der Burger eingehen, auf die ein gelungenesStaatswesen, in diesem Fall der Polis, fusst, denn die aristotelische Tugendethik beziehtsich direkt auf die reale Ordnung des Staates. So soll zuerst der Begriff der Gluckseligkeit(eudaimonia) naher erlautert werden, er nimmt eine zentrale in Stellung in der aristoteli-schen Tugendethik ein. Ausgehend davon werde ich auf die Charaktertugenden (arete ethi-ke) und ihre Bestimmung durch das Moment der Mitte (mesotes) eingehen, anschliessenddie Vernunfttugenden (arete ethike) behandeln. Mag die Ethik des Aristoteles auf das Ge-lingen einer politischen und sozialen Gemeinschaft abzielen, so stellt er dennoch die Fra-ge, welches Leben, theoretisch betrachtet, am meisten die Kriterien des Glucks erfullenwurde, denn nicht nur das Staatenbilden" liegt ihm im Blut, auch der Besitz der Vernunftbestimmt massgeblich das menschliche Wesen. Deshalb mochte ich am Ende dieser Arbeitdie Frage beantworten, die Aristoteles bis zum Ende der Nikomachischen Ethik offenlasst, namlich ob der Mensch das grosste Gluck in der politischen oder in der theoretischenExistenz finden kann."
 

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