Die Zuwanderung von Aussiedlern nach Deutschland

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GRIN Verlag, Apr 28, 2011 - Science - 13 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Zuwanderung von Aussiedlern (ab 1992: Spätaussiedler) nach Deutschland spielt sich mittlerweile über einen Zeitraum von knapp 60 Jahren ab und umfasst beinahe 4,5 Mio. Menschen (MIGRATIONSBERICHT 2007). Definiert werden Aussiedler im Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz (BVFG) von 1953 als „Deutsche Staatsangehörige und deutsche Volkszugehörige, die nach Abschluß der allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen ihre angestammte Heimat in den Staaten Ost- und Südosteuropas verloren und ihren neuen Wohnsitz im Geltungsbereich des Grundgesetzes begründet haben“ (BVFG 1953). Die Staaten sind im Einzelnen: ehemalige deutsche Ostgebiete bzw. Polen, Danzig, ehemalige Sowjetunion, ehemalige Tschechoslowakei, Lettland, Estland, Litauen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, ehemaliges Jugoslawien, Albanien, China. Dabei haben sich im Laufe der Zeit die jährlichen Zuwanderungszahlen stark verändert (WENNING 1996). Dabei steht jede Analyse der Aussiedlerzuwanderung vor dem Problem, dass die Menschen nach erfolgter Einbürgerung als Deutsche in der Bevölkerungsstatistik registriert sind und somit nicht mehr als explizite Gruppe auftauchen. Durch eine starke Verringerung des Zuzugspotenzials (bedingt durch verschiedene Gesetzesänderungen und Demographie) ist die Zuwanderung auf wenige Tausend Menschen pro Jahr zusammengeschrumpft (MIGRATIONSBERICHT 2007). Auch wenn der eigentliche Prozess der Zuwanderung praktisch vor dem Ende steht, steht die deutsche Gesellschaft auch heute noch vor einer Vielzahl von Problemen, die durch Schwierigkeiten und Versäumnisse bei der Integration von (Spät-)Aussiedlern entstanden sind und nur durch langfristig geplante Maßnahmen zu lösen sein werden. Im Folgenden soll die Entwicklung dieses Zuwanderungsphänomens über die Zeit, die sie beinflussenden Faktoren sowie einige Konsequenzen für die Gesellschaft der Bundesrepublik analysiert werden.
 

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3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen 30 Jahre gearbeitet 4.1 Wohnortzuweisungsgesetz 4.2 Aussiedleraufnahmegesetz 1990 4.3 Kriegsfolgenbereinigungsgesetz 1992/1993 4.4 Die Sprachprüfung 4.5 Reduktion Abbildungsverzeichnis Abstand größte Anerkennungsdefizite Antrag Antragsstellers Aufnahmegesellschaft Ausreise Aussiedler eingestuft Aussiedlerzuwanderung 1988 Aussiedlerzuwanderung bis heute BABKA VON GOSTOMSKI BADE Bundesgebiet Bundesregierung Bundesrepublik Deutschland Bundesrepublik einwanderten Bundesrepublik zu suchen Bundesvertriebenen BVFG DDR‐Bürger Deportation deportiert deutsche Volkszugehörige deutschen Sprache Deutschstämmige DRALLE ehemalige deutsche Einbürgerung Eingliederungshilfen Einreise einwandernden Aussiedler eisernen Vorhang Emigration Endpunkt Entwicklung der Aussiedlerzuwanderung Facharbeiter Flüchtlinge Flüchtlingsgesetz Gesetzeswerk GOSTOMSKI 2001 GÜNDISCH Herkunftsland Herta heutigen Polen Historische Hintergründe Integration Integrationsprozess jetzt KLEKOWSKI VON KOPPENFELS KOPPENFELS 2003 Land massiv Maßnahmen Migration MIGRATIONSBERICHT 2007 Ostblock Ostgebiete Polen und Rumänien politischen Rahmenbedingungen Rahmenbedingungen der Aussiedlerzuwanderung relativ problemlos Repressionen Richtung Osten Russland SCHULZ‐VOBACH 1989 Sibirien Siebenbürgen Siedlungswelle Sowjetunion Spät‐)Aussiedler Spätaussiedler Sprachkenntnisse Sprachkurse Sprachprüfung 1996 Starthilfen Statistisches Bundesamt Südosteuropas UDSSR Vertreibungsdruck Vertreibungsmaßnahmen Verzeichnis von Internetquellen viele Menschen WENNING wesentlich Zahl der jährlich Zustrom von Aussiedlern Zuwanderung Zuzugspotenzial

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