Die actio: Abwehr gegen dr. Theodor Muther

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J. Buddeus, 1857 - Actions and defenses (Roman law) - 88 pages
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Page 28 - ... Rechtsgrunde beruht dein Anspruch an den Beklagten? (auf einem dinglichen oder auf einem persönlichen Rechte? — auf einem Contracte? — Quasicontracte? — auf einer unerlaubten Handlung?) Treten wirklich oder scheinbar mehrere dergleichen Verhältnisse ein, — welches ist das den Umständen am Meisten angemessene? und wenn sich dann verschiedene Rechtsgründe für einen Anspruch ergeben, — welcher bietet dir in Beziehung auf die zu erwartende Einrede, — auf den Beweis, — auf die Dauer...
Page 28 - Lande es wolle, dahin kommen werde, dafs man zwischen Sachen und Personen, zwischen Besitz und Recht, zwischen der Verpflichtung aus einem Vertrage und den obligatorischen Folgen einer unerlaubten Handlung usw keinen Unterschied mehr machte. Es wird sich vielmehr nach wie vor jeder vorsichtige Kläger vor Anstellung seiner Klage fragen müssen: auf welchem Rechtsgrunde beruht dein Anspruch an den Beklagten? (auf einem dinglichen oder auf einem persönlichen Rechte? — auf einem Contracte? — Quasicontracte?...
Page 9 - Koo iuäieio" ^). °Früher sprach die Rechtsordnung, z. B. zum Verkäufer: 1) der Käufer muß dir leisten Alles, was recht und billig ist, 2) ich werde dir gegen den Käufer ein Gericht geben auf Alles, was recht und billig ist.
Page 27 - Wer Eigenthümer ist, hat, wenn sein Recht total, durch Vorenthaltung des Besitzes, verletzt wird, einen Anspruch auf Restitution im Besitz :c., ferner hat er, wenn sein Recht nicht durch Vorenthaltung des Besitzes, sondern bloß partiell z. B. dadurch, daß ein Anderer sich Einwirkungen auf die Sache erlaubt, verletzt wird, einen Anspruch auf künftige Unterlassung der Störung und Caution deshalb , Wiederherstellung, sowie...
Page 10 - Edict nicht aus, was hinfort Recht sein solle (wozu er gar nicht befugt war) , sondern was er als Recht ansehen und handhaben werde, so daß er bloß seine eigene amtliche Thätigkeit voraus ankündigte. Daher wurden jene Rechtsregeln als ip8o iure, diese als iuri8cUelioUe , tuilione praeto«8 gültig bezeichnet.
Page 10 - Folge hinzu, dieser Schutz gibt ihnen nicht ihre Existenz, sondern beseitigt nur ihre Verletzung. Die Rechte dagegen, welche jemand lediglich aus dem prätorischen Edict ableitet, hat er bloß durch den Schutz des Prätors, sie beruhen auf der tuitio praetor!s.
Page 14 - wohl auf der tuitio praetor!s; dh darauf, daß der Prätor versprochen hat, daß er sie schützen wolle, sie gewinnen aber nicht erst ihre Existenz dadurch, daß der Prätor die Mittel, wodurch er den Schutz ertheilt, wirklich anwendet: Der Anspruch ist das Prius, die Actio das Spätere, der Anspruch das Erzeugende, die Actio das Erzeugte"^).
Page 87 - die darauf gestützte Gerichtspraxis " werden sich schon selbst helfen, während dieser Zeit befriedigt, sich in der Erkenntniß des römischen Rechtes als solchen zu fördern, und vergessend, daß sie nicht Philologie, sondern Jurisprudenz ist. Das ist es ferner, was ich nicht will, daß sie sich dem nationalen Rechtsstoffe gegenüber die Schärfe...
Page 34 - Klagen nur deswegen stattsinde, weil die Rechte untergehen? Und doch machen sie in der Sprache ihrer Hauptrechtsquelle, des Edicts, eine Unterscheidung der Klagen, wo sie eine Unterscheidung der Rechte machen könnten, doch sagen sie, die Klage geht unter, während gesagt werden könnte, das Recht geht unter.
Page 85 - ... bestimmt ausgesprochen, daß es fast überflüssig ist, darauf hier noch einmal zurückzukommen. Ich sehe die Aufgabe der deutschen Rechtswissenschaft allerdings, was auch der Verfasser dagegen sagen mag, in der Herstellung eines nationalen Rechts. Ich meine damit, daß die deutsche Rechtswissenschaft eines Theils berufen ist, aus dem römischen Recht, das uns die Hand der Geschichte nun einmal beschert hat, und dessen „wir uns nicht entrathen können und nicht entrathen wollen

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