Die graue Degeneration der hinteren Rückenmarksstränge: klinisch bearb

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Hirschwald, 1863 - Locomotor ataxia - 280 pages
 

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Page 9 - Anfang an muss er seine Bewegungen sehen können, wenn sie nicht noch unsicherer sein sollen. Lässt man ihn in aufrechter Stellung die Augen schliessen, so fängt er sofort an zu schwanken und zu taumeln, so wie auch wenn es finster um ihn ist, grössere Unsicherheit im Stehen und Gehen sich verräth.
Page 9 - Pelzigseins: der Widerstand des Fussbodens wird nicht mehr deutlich gefühlt, seine Cohäsion erscheint schwächer, es ist, als ob die Sohle auf Wolle, weichem Sande, oder einer mit Wasser gefüllten Blase stehe. Der Reiter fühlt nicht mehr die Resistenz des Steigbügels und lässt ihn kürzer schnallen.
Page 64 - Nervensubstanz substitnirt war, und welche sich in den unteren Theilen des Rückenmarks stellenweise so ausbreitete, dass sie bis an die hinteren Hörner der grauen Substanz reichte. Hier verschmolz sie für das blosse Auge mit der grauen Substanz in der Art, dass eine deutliche Grenze nicht zu erkennen war. Im Allgemeinen fand dabei ein solches Verhältniss statt, dass die Degeneration an der hinteren Längsspalte begann, sich von da in die Substanz der Hinterstränge fortsetzte, zugleich aber am...
Page 186 - Kffecte, ergiebigere Bewegungen machen als normal und als nothwendig ist. Sie beugen die Beine in Knie- und Hüftgelenk stärker Für das Thier mit halbseitiger Sensibilitätsstörung trifft diese Auffassung nicht zu. Bei einseitig...
Page 168 - ... derselben ausser der beständigen Störung der Empfindung, Schwäche, Unordnung und Mangel an Zusammenhang in den Muskelbewegungen eintreten sehen? Ohne Zweifel liegt der erste Grund der Uebereinstimmung in den Bewegungen in der Empfindung von ihrem Zustandekommen selbst. Wie sollte sonst ein Mensch oder ein Thier, welche die Empfindung der mit ihren Gliedmassen ausgeführten Bewegungen verloren haben, welche nicht mehr über- die Stellung derselben und ihr Verhältniss zu anderen Gegenständen...
Page ii - reminds you of weekly, " nulla autem est alia pro certo noscendi via, nisi quam plurimas et morborum et dissectionum historias, tum aliorum tum proprias, collectas habere, et inter se comparare.
Page 64 - ... mit der grauen Substanz in der Art, dass eine deutliche Grenze nicht zu erkennen war. Im Allgemeinen fand dabei ein solches Verhältniss statt, dass die Degeneration an der hinteren Längsspalte begann, sich von da in die Substanz der Hinterstränge fortsetzte, zugleich aber am hinteren äusseren Umfange derselben am schnellsten sich ausbreitete, und daher die hinteren Hörner zuerst am Eintrittspunkte der hinteren Wurzeln erreichte. Die mikroskopische Untersuchung bestätigte, dass nur die Hinterstränge...
Page 9 - Relter fühlt nicht mehr die Resistenz des Steigbügels und lässt ihn kürzer schnallen. Unsicherheit im Gange macht sich bemerkbar, welche der Kranke durch verstärkten Willensimpuls zu verbessern sucht: indem er seinen Tritt nicht mehr fest fühlt, stemmt er die Fersen mit grösserer Kraft auf. Von Anfang an muss er seine Bewegungen sehen können, wenn sie nicht noch unsicherer sein sollen. Lässt man ihn in aufrechter Stellung die Augen schliessen, so fängt er sofort an zu schwanken und zu taumeln,...
Page 64 - ... uns hatten. Was die übrigen Elemente der erkrankten Muskeln betrifft, so waren die Gefässe derselben, namentlich die kleineren Arterien in ihren Wandungen ebenfalls mit feinkörnigem Fett erfüllt. Die Nerven schienen weniger Fasern zu enthalten, als normal, denn sowohl auf Längs- als Querschnitten fanden sich sehr breite Zwischenräume zwischen denselben, welche von einem äusserst kernreichen Gewebe eingenommen waren; die Kerne selbst lang, schmal, etwas zugespitzt, fast wie Kerne organischer...
Page 65 - Corp, amyl. hervortraten, bei genauerer Betrachtung aber auch viele, meist länglich ovale, granulirte Kerne, hier und da noch deutlich eingeschlossen in runde und längliche Zellenmembranen , vorhanden waren. Von Fett war nirgends etwas zu sehen; denn selbst die...

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