Die krankhaften Geschwülste: dressig Volesungen gehalted während des Wintersemesters 1862-1863 an der Universität zu Berlin, Volume 1

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A. Hirschwald, 1863 - Cancer
 

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Page 3 - Wollte man auch Jemand auf das Blut pressen, dass er sagen sollte, was Geschwülste eigentlich seien, so glaube ich nicht, dass man irgend einen lebenden Menschen finden würde, der in der Lage wäre, dies sagen zu können.
Page 67 - Verhältniss nicht aufmerksam geworden sind, erklärt sich aus dem Umstande, dass sie so wenig Autopsien veranstalteten. Aber auch die neueren Geschwulstforscher, welchen doch eine reichere pathologisch-anatomische Erfahrung zur Seite stand, hatten es übersehen. Und doch kann man fast so weit gehen, zu sagen, dass fast alle diejenigen O.rgane, welche eine grosse Neigung zu protopathischer Geschwulstbildung zeigen, eine sehr geringe Neigung zu metastatischer darbieten, und umgekehrt. Die häufigsten...
Page 450 - Endlich aber ist theoretisch nichts gegen die Möglichkeit zu sagen, dass in den abgetrennten Knorpeln und Knochen mindestens eine Vita minima, vielleicht sogar ein regerer Lebenszustand fortbestehen und dass sie aus der Synovia gewisse Säfte aufnehmen und nicht nur sich ernähren, sondern möglicherweise auch wachsen können.
Page 3 - ... lebenden Menschen finden würde, der in der Lage wäre, dies sagen zu können. Es ist sehr wichtig, von vorn herein festzustellen, dass Geschwülste nicht eine ihrer Natur und ihrem Wesen nach abgegrenzte Gruppe von Dingen sind, sondern dass man sie abgrenzt einfach nach dem praktischen Bedürfniss, nach der durch die jeweilige Lage der angewendeten Wissenschaft gebotenen Zweckmässigkeit. Es liegt daher sehr wesentlich in der Hand des Einzelnen, ob er ein gewisses Ding als Geschwulst anerkennen...
Page 476 - Die krankhaften Geschwülste" (p. 488) hervor, dass jedes grössere Enchondrom ein Multiplum sei, so sehr es sich auch als eine Einheit darstellen mag, und sagt: „Bei gewissen Secundärknoten habe ich keinen Zweifel, dass ihre Bildung schon eine Dissemination in die Nachbarschaft voraussetzt, also eine Art von Ansteckung, von Contagion der Nachbargewebe darstellt.
Page 373 - S. 385 nach Erörterung der einfach hyperplastischen Bildungen wie folgt: „Allein es bilden sich ähnliche zuweilen auch an Orten, wo Fettgewebe oder ein zur Fettansammlung angelegtes Gewebe nicht als präexistirend angenommen werden kann, also heteroplastische Formen. Wo man ihre Entwicklung deutlicher verfolgen kann, da entstehen sie allerdings auf dieselbe Art wie Fettgewebe überhaupt, nehmlich so, dass in dem Bindegewebe zuerst eine zellige Wucherung stattfindet, und dass der...
Page 380 - ... Zustande der Reizbarkeit. Es lässt sich darüber bis jetzt wenig Bestimmtes sagen, obwohl eine Eigenthümlichkeit des Lipoms besonders darauf hinweist, in dieser Richtung genauer zu untersuchen. Das ist der Umstand, wodurch sich das Lipom so sehr von manchen anderen Geschwülsten, z. B. dem Enchondrom, unterscheidet, dass es im kindlichen Alter verhältnissmässig selten vorkommt, vielmehr recht eigentlich eine Geschwulst der mittleren oder höheren Altersklassen ist. Schon dieser Umstand sollte...
Page 53 - Zellenseminium aus sich selbst die neuen Geschwülste hervorbringt, dass nicht etwa die neuen Knoten aus den versetzten Zellen selbst hervorwachsen, sondern dass an Ort und Stelle wieder die vorhandenen Gewebe erkranken und aus ihnen erst durch örtliche Wucherung die sogenannten Metastasen, die Tochterknoten erzeugt werden.
Page 523 - Umweg die Metamorphose des Knorpelknochens in regelmässigen Knochen. In den kleineren Knoten der Pleura, z. B. noch in kirschenoder wallnussgrossen, blieb der Knochen mehr faserig oder balkig (trabeculär) ; ein Durchschnitt, welcher parallel den Balkenzügen lag, sah aus, als ob eine Menge feiner Stäbchen dicht an einander gedrängt seien. In den Hauptknoten dagegen wurde der Knochen ganz dicht und scheinbar sklerotisch, so dass die Schnittfläche ganz glatt und homogen erschien. Nur sah man überall...
Page 373 - Fettgewebe überhaupt, nchmlich so, dass in dem Bindegewebe zuerst eine zellige Wucherung stattfindet, und dass der neugebildete kleine Zellenhaufen sich durch Aufnahme von Fett in das Innere der Zellen in einen Fettlappen verwandelt. So kommen bis kirschengrosse Fettknoten an der Niere, namentlich an der Rinde vor*). Sie bestehen aus vollkommen entwickeltem, mässig gefässreichem , zuweilen lappigem FettFig.

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