Die lehre von den steuern: als anleitung zu gründlichen urtheilen über das steuerwesen, mit besonderer beziehung auf den preussischen staat vorgetragen

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Nicolai, 1840 - Money - 459 pages
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Page 28 - Besorgnifs, dafs sie doch endlich einmal von ihren überlegenen Kräften Gebrauch machen könnten, diejenigen in Aufregung und Befangenheit erhalten, welche zugleich ihre Mitwerber und ihre Untersassen sind. Deshalb wächst mit den Fortschritten der Bildung ganz besonders derjenige Theil des öffentlichen Aufwandes, der durch Einkommen aus dem Eigenthum der Regierungen nicht bestritten werden kann, sondern aus Beiträgen ihrer Untergebenen bezahlt werden imifs.
Page 39 - Wer Steuern nach dem Einkommen vertheilt, unternimmt zu bestimmen, welcher Theil des Einkommens eines Jeden nützlicher durch öffentliche Behörden als durch ihn selbst verwendet werde. Mag es Nutzen der Gesammtheit oder Nutzen des Einzelnen sein, was hier zum Unterscheidungsgrui.
Page 231 - Juwelen und Perlen einer Abgabe von einem Sechstheile ihres Werthes unterworfen. Alles vom 25sten April 1809 ab neu verfertigte Gold- und Silbergeräth sollte vor der Ablieferung an die Besteller oder Käufer ebenfalls gestempelt und mit einer Abgabe von zwei Thalern für den Karat Gold, und einem Sechstheil Thaler für das Loth Silber belegt werden.
Page 458 - Handelsstaaten immer klarer und wirksamer das Bestreben zeigt, solchen zweifelhaften Einkünften, wo nicht ganz zu entsagen, so doch immer engere Schranken zu setzen. In einer noch nicht sehr fernen Zeit galt es für ein untrügliches Kennzeichen einer weisen Finanz-Verwaltung, wenn dieselbe sich unermüdlich darin zeigte, jede Aeufserung menschlicher Thätigkeit mit kleinen Abgaben zu verfolgen, um hierdurch anscheinend unmerklich ein unerwartet beträchtliches Einkommen zusammen zu bringen.
Page 42 - Gewähr, dafs die Vertheilung der Steuern nicht nach Gunst, sondern nach Grundsätzen geschieht. Unternahm der menschliche Verstand, indem er solche Grundsätze aufstellte, mehr als seine Kräfte vermochten, so liegt es doch tief in der Natur des Menschen, dafs er sich williger dem Irrthum unterwirft, als der Willkür...
Page 28 - Genuß, oder der Gewerbtreibenden nach Gewinn Theil zu nehmen. Bestehen sie wirklich vermöge der hohen Bildung ihrer Organe die Prüfung glücklich, welcher sie die Leichtigkeit aussetzt, ihr Interesse...
Page 230 - Gewerbes gehalten werden mußten, die Hirtenhunde, und die Hunde, welche die Bauern zur Bewachung ihrer Höfe halten, waren steuerfrei. Das Gesetz enthielt in allen diesen Beziehungen sehr strenge Vorschriften und schien wenig Raum zum Umgehen der Steuer unter scheinbaren Vorwänden zu lassen.
Page 316 - Getreides sogenannte Umschüttegelder, und versteuerte dasselbe nachher weiter, wenn es über die Mühle ging, nach Verschiedenheit des Gebrauchs. Das Schlachtvieh ward nach dem Eingange unter Aufsicht gestellt, und beim Schlachten nach Verschiedenheit der Art und des Gewichts versteuert. Aufserdem zahlte selbst das Kleinste Thoraccise beim Eingange: selbst Eier, Obst, Erdbeeren, Heidelbeeren und Pilze. In den meisten Landestheilen wurden Schlächter und Bäcker auf dem Lande gar nicht geduldet:...
Page 318 - Backwaaren von den Bäckern, an Graupe, Grütze und Mehl von den Mehlhändlern, an Fleisch von den Schlächtern, und vergütet ihnen in den Preisen, die er dafür zahlt, in wenig merklichen Antheilen die vorgeschossne Steuer.
Page 177 - Gesammtbetrag der Klassensteuer zwar mit der Bevölkerung, aber nicht wie die Bevölkerung, sondern in viel geringerm Verhältnisse gewachsen.

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