Die minerale des Harzes: eine auf fremden und eigenen beobachtungen beruhende zusammenstellung der von unserem heimischen gebirge bekannt gewordenen minerale und gesteinsarten, Volume 2

Front Cover
Gebrüder Borntraeger, 1896 - Mineralogy - 643 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Popular passages

Page 482 - Epidot etc., auch noch ein sehr zerklüftetes, wahrscheinlich auch gangartig vorkommendes dunkellauchgrünes serpentinartiges Gestein, mit Kupferkies, Kupfergrün und Kupferbraun, welches ganz mit Trümmern eines strahligen Fossils nach allen Richtungen durchsetzt ist, das, obgleich auf den ersten Blick an Asbest erinnernd, doch bei näherer Betrachtung sich als davon ganz verschieden erweist. Dieses Fossil zeigt folgende Eigenschaften: Structur: Stänglige Absonderung, gerad- und krummstrahliges...
Page 48 - Luft, die aus der Röhre steigt, riecht stark nach Selen. Auf der Kohle schmilzt es in der äufseren Flamme ruhig, in der Innern mit Schäumen, und glüht beim Erstarren wieder auf, fast eben so deutlich wie Magnetkies. Mit Soda auf der Kohle wird es reducirt ; das Korn ist glänzend, so lange es heifs ist, überzieht sich aber beim Erkalten mit einei schwarzen Haut. Setzt man Borax hinzu, so bleibt das Korn auch nach dem Erstarren glänzend. Es ist silberweifs, sehr geschmeidig...
Page 53 - ... krummflächigen aus vielen Individuen zusammengesetzten Gestalten, die Oberfläche mit Kryställchen bedeckt, welche zum Theil als aufgewachsen erscheinen, meist aber die Enden der stengligblättrig verwachsenen Krystalloide bilden. Auf dem Bruche dieser stenglig-blättrigen Partien sieht man unter der Loupe deutlich, dass sie nicht von einerlei Masse gebildet werden, sondern dass sie hauptsächlich aus einem silberweissen wenig gelblich oder graulich angelaufenen Minerale bestehen, mit welchem...
Page 385 - Fasersalz getrennt sind, bohnengrosse aus graugrüner erdiger Masse bestehende Kugeln, welche ringförmig mit sehr kleinen Krystallen des Voltaits besetzt sind. Die Gegenwart des Thonschiefers scheint bei der Entstehung des Voltaits bedingend gewesen zu sein.
Page 291 - H5) und auch in den rhomboedrischen (R, — 2fl); in diesem Fall dienen die verzwillingten Individuen zum Kern, um welchen die neue Substanz in prismatischen Formen oder in stumpfen Skalenoedern sich abgelagert hat. Es ist äusserst selten, dass diese zweite Generation, welche durch eine parallele Verwachsung um das erste Individuum herum entsteht, dieselbe Form wiederholt, wenigstens ist dann niemals der Zwilling deutlich.
Page 339 - Mineral findet sich daselbst in Verbindung mit Kalkstein als Einlagerung der bunten Letten, welche den Dolomit der Zechsteinformation zunächst bedecken. In gleicher Lagerung wurden in einem nördlich von...
Page 278 - Gang. Im Hangenden, also östlich vom Samsoner Gange. Nach dem Bergmannstroster Gang der Gang von der grössten Längenerstreckung, indem er nur einmal von der Silberburger Ruschel durchbrochen schräg durch die grösste Breite des Gangellipsoides setzt. Seine Hauptgangmasse ist Kalkspath, der auf Drusenräumen zu den ausgezeichnetsten Formen von allen Andreasberger Vorkommen auskrystallisirt. Quarz tritt nur sehr untergeordnet auf und hat dann ein gehacktes zerfressenes Aussehen. Von Erzen führt...
Page 578 - Begrenzung geht ein entsprechender Wechsel der optischen Structur vor sich. Jeder äusseren Kante am Krystall entspricht im Innern eine optische Grenze, jeder Fläche ein optisches Feld«. Abgesehen von einem historischen Überblick hat er die Untersuchungen im parallelen polarisirten Licht bei den würfelförmigen und ikositetraedrischen Krystallen nach Maassgabe seines Materials vollkommen durchgeführt, weniger die im convergentcn polarisirten Licht.
Page 224 - Derselbe besteht aus Orthoklas, Plagioklas, Quarz, Muscovit und Biotit ; hier und da führt er auch Turmalin in ziemlich grossen stenglichen, radial strahlig angeordneten Krystallen; an diesen Stellen ändert sich vielfach die Structur aus einer mittelkörnigen in eine grobkörnige; die Feldspathe werden bis faustgross und der Glimmer tritt sehr zurück; an seine Stelle tritt der im auffallenden Lichte schwarze Turmalin. Die...
Page 63 - Krystalltiächen auftreten. 4) Hauptätzflächen sind die positiven Triakistetraeder; diese bilden mit den Flächen des Würfels und des positiven Tetraeders die Aetzzone der Blende. Nebenätzflächen sind auf dem positiven Tetraeder vicinale positive Triakistetraeder und Deltoeder, auf dem Würfel vicinale negative Triakistetraeder, auf dem Dodekaeder negative, dem Würfel nahestehende Triakistetraeder und positive Deltoeder.

Bibliographic information