Die nůtzlichen und schådlichen schwåmme: nebst einem anhange ůber die islåndische flechte, Volume 1

Front Cover
Beckersche Buchhandlung, 1831 - Fungi - 130 pages
0 Reviews
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 47 - Luft zu schöpfen, und mich durch felbe zu erholen. Kaum aber hatte ich einige Minuten am Fenster gestanden, so ward ich von einem so starken Schwindel eingenommen, daß ich weder zu stehen, noch zu sitzen vermochte, sondern, von Andern unterstützt, in das Bett getragen werben mußte.
Page 47 - Ändern unterstützt in das Bett getragen werden musste. Zugleich fing ich an, mich heftig zu erbrechen, womit eine so schmerzhafte Empfindung verbunden war, als ob der Magen nur an einem Bindfaden hinge, der alle Augenblicke abreissen wollte.
Page 48 - Kräfte einigermaßen ersetzte. Doch aber blieb mir von allen üblen Zufällen ein Schmerz im Bauche zurück, der so empfindlich war, daß ich weder denselben berühren, noch husten konnte; er war einer Zernagung der Gedärme sehr ähnlich, und hielt 8 Tage an. Innerlich brauchte ich bloß das in Eis gekühlte Brunnenwasser, nach welchem ich großes Verlangen trug, und äußerlich mit Wermuth gefüllte, in Wein gesottene Säcklein, die ich ohne Unterlaß warm um den Magen geschlagen trug; vor Wein...
Page 45 - Ich fod einen solchen halb dürren Schwamm in 5 Unzen Wasser eine halbe Stunde, kostete alsdann ein wenig von dem gesottenen Wasser, und spie es bald wieder aus. Es war am Geschmack schleimicht und anfänglich süß', in Kurzem aber empfand ich ein scharfes Brennen im Munde, und der Schmerz hielt beinahe V2 Stunde an.
Page 46 - ... gesottenen , giftigen , vom Wasser gut ausgepreßten , rochen Täublinge dennoch eine Schärfe übrig bleibe, die sich in vielen anderen Schwämmen durch das Kochen , Dünsten oder Braten gänzlich verliert, und sie zur unschädlichen, guten Speise macht ; oder ob die giftige Eigenschaft in andern unbekannten Theilen, die sich durch das Kochen nicht verlieren , wie ich an dem Tolltraut erfahren habe, verborgen liege. Ich ließ daher einige Tage darauf einen scharfen dürren Täubling, der einen...
Page 45 - Fleische, welche einen süßen Geschmack und guten Geruch hatten, alle übrigen hatten mehr oder weniger lockeres Fleisch, und waren entweder ganz ohne Geschmack und Geruch, oder von solcher Schärfe, daß mir bei deren Versuch die Zunge schmerzlich brannte; auch wurde ich durch den scharfen Geruch derselben, weil der Versuch, welcher zwar bei offenem Fenster geschah, etwas lange dauerte, öfters zum heftigen Niesen gereizt, und es flössen mir dabei viele Thranen aus den Augen.
Page 45 - Stunde an. Den Tag darauf kauete ich abermals ein Stücklein von dem gesottenen schleimichten Schwämme, aus dem ich vorher alles Wasser ausgedrückt hatte, und schluckte es hinab. Das Brennen im Munde fing eher als am vorigen Tage an, welches vermuthlich das Kauen des...
Page 48 - Säcklein, die ich ohne Unterlaß warm um den Magen geschlagen trug; vor Wein und Fleisch hatte ich einen Ekel, und der widrige Schwammgeschmack blieb mir viele Tage mit Grausen im Munde. Mein Weib wurde zu gleicher Zeit von Uebelkeiten überfallen, kam aber mit etlichmal Brechen und einigen mäßigen Durchfällen noch ziemlich gut davon.
Page 46 - ... halben Stunde verspürte ich schon ein schmerzhaftes Drücken in dem Magen, worauf ein öfteres Aufstoßen, wiederholte Neigung zum Brechen und anhaltende Schwäche der Augen erfolgte Ich trank sogleich ein großes Glas voll frischen Brunnenwassers, wodurch die Zufälle sich verminderten, und nach und nach gar aufhörten.
Page 45 - Stunde ohngefähr empfand ich einen dumpfen Schmerz im Bauche, der immer heftiger wurde, beinahe eine halbe Stunde anhielt, dann aber wieder aufhörte. Die Begierde, mit diesem Schwämme ein Mehreres zu versuchen, brachte es dahin, daß ich den Tag darauf ein ganzes Quintel von dem Wasser, worin der Schwamm gesotten hatte, und das ziemlich schleimicht war, tränt.

Bibliographic information