Die temperierten Regenwälder Südamerikas mit besonderer Berücksichtigung des Valdivianischen Regenwaldes

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GRIN Verlag, Jul 14, 2005 - Nature - 25 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Umweltwissenschaften, Note: 1,0, Universität Potsdam, 45 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Wälder des südlichen Südamerika sind durch eine breite von Nordwesten nach Südosten streichende Trockenzonen von den Regionen tropischer Wälder getrennt. Baumwuchs beginnt noch in der subtropischen Zone südlich 31°S sehr zaghaft mit Trocken- und Hartlaubwäldern. Mit zunehmenden Niederschlägen treten südlich von 37°S Baum- und Straucharten des subantarktischen Florengebietes auf. Hier beginnt das Gebiet üppiger temperierter Regenwälder – von OBERDORFER (1960) auch als südchilenisches Lorbeerwald- und Sommerwald-Gebiet (Wintero-Nothofagetea und Nothofagetea pumilionis-antarcticae) bezeichnet –, das bis Feuerland, also bis ca. 55°S reicht und vor allem durch sowohl laubabwerfende als auch immergrüne Laubbaumarten der Gattung Nothofagus beherrscht wird. Mit weitaus geringerer Verbreitung, vor allem im nördlichen Teil des Gebietes, treten jedoch ebenfalls Nadelwälder auf, die vor allem von den Gattungen Araucaria, Austrocedrus und Fitzroya gebildet werden (SEIBERT 1996). Neben dem Hauptverbreitungsgebiet der südandinen temperierten Wälder auf der Westseite der Kordillere in Chile existieren ebenfalls zahlreiche Ausläufer und Inseln dieser Wälder im östlichen argentinischen Teil der Anden (HUECK 1966). Nach den nordhemisphärischen temperierten Küstenregenwäldern entlang der pazifischen Nordwestküste Nordamerikas sind die Wälder in Chile und Argentinien die zweitgrößten der Welt. Ähnliche Wälder findet man auf der Südhalbkugel sonst nur noch in Tasmanien und Neuseeland (NEIRA et al. 2002). Die ursprüngliche globale Ausdehnung dieser Wälder wird auf ca. 30 bis 40 Millionen Hektar geschätzt. In Chile waren es ungefähr 18,4 Millionen Hektar. Das Gesamtgebiet verbleibender temperierter Küstenregenwälder ist unbekannt, aber es wird angenommen, das bis zum Jahr 1992 in Chile 56% der Fläche gerodet wurden oder einen Landnutzungswandel erfahren haben (LARA et al. 1999; WEIGAND et al. 1992).
 

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