Die vorweggenommene Erbfolge in Deutschland und Italien unter besonderer Berücksichtigung des Familienvertrages (patto di famiglia)

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Peter Lang, 2009 - Law - 227 pages
Nach einem knappen Jahrzehnt legislatorischer Vorarbeiten und auf dem Hintergrund von Anregungen der EG-Kommission aus den Jahren 1994 und 1998 hat der italienische Gesetzgeber mit dem Gesetz Nr. 55 vom 14.2.2006 das neue Rechtsinstitut des Familienvertrages (patto di famiglia) in das italienische Zivilgesetzbuch aufgenommen. Zweck dieser Neuregelung ist es, die Unternehmensnachfolge (passaggio generazionale dell'azienda) - insbesondere in mittelständisch geprägten Unternehmen - zu erleichtern, und bislang bestehende Gefährdungen der Unternehmenskontinuität durch das Erbrecht, insbesondere die Ausgestaltung des Pflichtteilsrechts, auszuschalten. Damit ist das neue Rechtsinstitut auch für die zahlreichen in Deutschland unternehmerisch tätigen italienischen Staatsangehörigen von Interesse, ferner - wegen § 2369 BGB - für deutsche Nachlassgerichte und Rechtsberater. Die Verfasserin stellt dar, inwieweit sich durch die Einführung des patto di famiglia im Vergleich zu den bisherigen Instrumenten zur Vorwegnahme der Erbfolge neue Gestaltungsmöglichkeiten im italienischen Unternehmenserbrecht eröffnen und ob und inwieweit im deutschen Recht ein Bedürfnis für eine dem Familienvertrag entsprechende Regelung besteht.
 

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Contents

Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2008 von der Juristi
1
Italienisches Recht
11
Zusammenfassung
28
Italien
41
Kritik an der bisherigen Rechtslage in Italien
61
Ursprünge und Entwicklung
65
Verfassungsmäßigkeit des patto di famiglia
84
Vom p d f Begünstigte
94
Mit dem Vertragsschluss verknüpfte Rechtsfolgen
111
Reichweite des von Art 768quater Abs 4 c c geregelten
138
Inhaltsgleiches Testamentunentgeltliche Zuwendung
155
Anfechtbarkeit des Vertrages
174
Copyright

Common terms and phrases

768-quater Abs Abfindung Abfindungsanspruch Abkömmlinge Amadio Anfechtung Anwendung Arft Artt Ausführungen Auslegung Balestra Begünstigten bestimmt beteiligt Beteiligung Betriebsvermögens breve al Codice Castelli/Molinari Cian/Trabucchi/Delle Monache Codice civile comm Commentario breve deutschen Recht Dörner/Ferrante Dritten EGBGB Ehegatten Eintritt des Erbfalles Einzelheiten entsprechend Erben Erbrecht in Europa Erbschaft Erbvertrag Fall Familienvertrag FamRZ Gazzoni Gegenstände Gesellschaft Gesellschaftsbeteiligung Gesellschaftsrecht Gesetz Gesetzgeber gesetzlichen Erbfolge Giust grundsätzlich Guastalla Herabsetzungsklage hierzu Internationales Erbrecht Italien IPRax italienische Recht Kindler künftigen Erblasser Lebzeiten Möglichkeit Nachfolge Nachlass neuen Rechtsinstituts neuen Vorschriften Nova u.a. Fn Nuova giur Nuove leggi civ patto di famiglia Petrelli Pflichterben Pflichtteil Pflichtteilsberechtigten Pflichtteilsquote Pflichtteilsrecht quater Abs Rechtsgeschäft Regelung Rücktrittsrecht Schenkung Schömmer/Fassold/Bauer schuldrechtlichen Sinne von Art sodass sonstigen Pflichterben successioni Süß/Cubeddu Wiedemann/Wiedemann Tassinari Teilungsanordnung Testament testamentarisch Testierfreiheit Übertragung Unternehmen bzw Unternehmensnachfolge Vendetti Verbot Vereinbarung Verfügungen von Todes Vermögen Vermögensübertragung Vertrag Vertragsgegenstand Vertragsparteien Verzicht VIII Vitucci Vorschrift des Art Vorwegnahme der Erbfolge ZErb Zivilgesetzbuch Zoppini Zuwendungen

About the author (2009)

Die Autorin: Susanne Kratzer, geboren 1980 in München, studierte an den Universitäten Passau und Pavia (Italien) Rechtswissenschaften. Nach der Ersten juristischen Staatsprüfung trat sie 2004 in den Referendarsdienst beim Oberlandesgericht München ein. Die Wahlstation leistete sie bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York ab. Die Verfasserin legte im Jahre 2006 ihre Zweite juristische Staatsprüfung ab und begann im Anschluss daran ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Augsburg. Seit 2008 ist die Autorin Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht München I.

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